Ausstellung

亞歐堂 meet asian art Ein neues Ausstellungs- und Veranstaltungsforum

ab 8. Oktober 2016

Buddha Shākyamuni

Vieles deutet darauf hin, dass Asien im 21. Jahrhundert eine zentrale Rolle im Weltgeschehen spielen wird. Auch in Frankfurt am Main ist in den letzten Jahren eine stetig wachsende Präsenz Asiens unverkennbar: Die Stadt hat als Verkehrs-, Kapital- und Wirtschafts-drehscheibe bereits heute die größte koreanische und eine der größten japanischen Communities in Kontinentaleuropa und auch China ist in den Bereichen Industrie, Finanzsystem und Tourismus in Frankfurt immer deutlicher vertreten.

Vor diesem Hintergrund, aber auch angesichts der herausragenden Rolle, die die Sammlungen asiatischer Kunst seit über hundert Jahren im Museum Angewandte Kunst spielen, widmet das Museum der Kunst Asiens mit 亞歐堂 meet asian art ab Oktober 2016 einen neuen Ort des Austausches, des Entdeckens, Verstehens und Diskutierens. Hier finden wechselnde Exponate aus den einzigartigen Sammlungen asiatischer Kunst des Museums in Form kleiner Kabinettausstellungen einen Platz. Zugleich ist 亞 歐堂 meet asian art mehr als ein Ausstellungsraum: Als Forum für Veranstaltungen und Präsentationen bietet es immer wieder neue Einblicke in Asiens Beitrag zur Kunst der Welt.

Seit der Gründung des Kunstgewerbevereins im Jahr 1877 bildeten Ostasien und die islamische Welt in der Sammlungsstrategie des Museum Angewandte Kunst – damals noch unter dem Namen Kunstgewerbemuseum – ein sichtbares Gegenüber zur angewandten Kunst Europas und des Westens.

Dieses wurde nicht zuletzt durch das Logo des Museums symbolisiert, das von der Nachkriegszeit bis in die 1990er Jahre ein Gingkoblatt zierte. Heute verfügt das Museum Angewandte Kunst über eine asiatische Sammlung von internationalem Rang, die im Rhein-Main-Gebiet einzigartig und in Deutschland nur mit wenigen Städten wie etwa Berlin, Köln, Hamburg oder Stuttgart vergleichbar ist.

亞 歐堂 meet asian art – die Schriftzeichen bedeuten übersetzt in etwa „asiatisch-europäischer Salon“ – eröffnet zeitgleich mit der Ausstellung Yokohama 1868–1912. Als die Bilder leuchten lernten am 7. Oktober 2016. Aus diesem Anlass werden ausgesuchte Meisterwerke des japanischen Cloisonné der Meiji-, Taishô- und frühen Shôwa-Periode (ca. 1870–1935) präsentiert. Die Email-Arbeiten sind Teil einer umfangreichen und kostbaren Schenkung, die das Museum Angewandte Kunst im Sommer 2016 in Empfang nehmen durfte.