Ausstellung

SUR/FACE. Spiegel

24. Juni – 1. Oktober 2017

Neven Allgeier + Benedikt Fischer, Emirates, 2016-17

Als reflektierende Fassaden von Bankentürmen, in Boutiquen, Fitnessstudios und Empfangshallen, in unseren Wohnungen und auf unseren Smartphones – spiegelnde Oberflächen sind heute allgegenwärtig.

Wie erklärt sich die aktuelle Hochkonjunktur spiegelnder Materialien? Wie werden Spiegeleffekte im Design eingesetzt, wie werden sie in der Kunst reflektiert? Und wie beeinflusst uns die omnipräsente Spiegelerfahrung? Die Ausstellung SUR/FACE. Spiegel richtet den Fokus auf das Phänomen des Spiegelns in Kunst, Design und Architektur der Gegenwart. Auf 1.200 Quadratmetern zeigt die Schau Designobjekte etwa von Ron Arad, Ettore Sottsass und Oskar Zieta gemeinsam mit künstlerischen Arbeiten u.a. von Monir Shahroudy Farmanfarmaian, Isa Genzken oder Andy Warhol. Über 100 Exponate aus Spiegelglas, hochpolierten Metallen oder reflektierendem Kunststoff ziehen den Blick auf sich, lenken ihn, irritieren bisweilen, schaffen neue Perspektiven.

In der charakteristischen Architektur des Richard Meier-Baus inszeniert die Ausstellung mit Blick auf die Bankentürme der Frankfurter Skyline zwei weiträumige, abstrahierte Wohnsituationen, die an Lofts oder temporäre Residenzen erinnern. Darin bilden reflektierende Designobjekte und Möbel unterschiedliche Interieurs, die an alltägliche Lebenswelten angelehnt sind. Vom öffentlichen Raum einer verspiegelten Lobby führt der Rundgang durch privatere Räume wie Wohn- oder Esszimmer bis in die intimsten Bereiche des Wohnens wie Schlaf- und Badezimmer. In Relation zu den Interieurs treten Kunstwerke, die, zumeist selbst spiegelnd, das Spiegeln thematisieren.

Begleitend zur Ausstellung erscheint bei Revolver Publishing ein Lesebuch, das vor den Hintergründen der Designtheorie, der Psychoanalyse sowie der Kunst- und Kulturgeschichte die spiegelnde Oberfläche vertiefend erkundet. In den Texten fließen die Gedanken und Recherchen des Kuratorenteams zum Thema Spiegel zusammen. Das Lesebuch ist für 15 Euro an der Museumskasse erhältlich.

Kuratorisches Team: Juliane Duft, Dr. Mahret Kupka, Dr. Christine Nippe, Matthias Wagner K
Kuratorische Assistenz: Leonie Wiegand


Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
John M. Armleder, Bernadette Corporation, Monica Bonvicini, Tom Burr, Keren Cytter, Latifa Echakhch, Olafur Eliasson, Monir Shahroudy Farmanfarmaian, Sylvie Fleury, Isa Genzken, Dan Graham, Olaf Holzapfel, Mischa Kuball, Josephine Meckseper, Olaf Nicolai, Tobias Rehberger, Thomas Rentmeister, Katharina Sieverding,
Amalia Ulman, Andy Warhol, Pae White, Claudia Wieser, Heimo Zobernig

Beteiligte Designerinnen und Designer:
0cp, Marco Acerbis, Alessi, Alfi, Neven Allgeier + Benedikt Fischer, Michael Anastassiades, Ron Arad, Aranda\Lasch, Arclinea, Artemide, Barber & Osgerby, Leonie Barth, BD Barcelona Design, Boffi, Ayzit Bostan, Ronan + Erwan Bouroullec, Braun, Maria Bruun, Uli Budde, Campana Brothers, Cassina, Achille Castiglioni, Karen Chekerdjian, Nina Cho, Václav Cigler, Antonio Citterio + Toan Nguyen, Claesson Koivisto Rune, Decor Walther, De Padova, Daft Punk + Daft Arts, Wilton C. Dinges, Tom Dixon, Doshi Levien, Beatrice Durandard, Duscholux, e15, Edra, Emeco, Jean-Baptiste Fastrez, Felicia Ferrone, Flos, FontanaArte, Enrico Franzolini, Fredrikson Stallard, Robert Lee Fritz, Naoto Fukasawa, Glas Italia, Stine Goya + John Kørner, Benjamin Graindorge, Johanna Grawunder, Halb/Halb, Makio Hasuike, Haw-lin Services, Sebastian Herkner, Ulla + Martin Kaufmann, KEF, Rodney Kinsman, Mathias Kiss, Tomáš Král, Romain Lagrange, Ligne Roset, Jonas Lindstroem, Kai Linke, Ross Lovegrove, Magis, Vico Magistretti, Philipp Mainzer, Maison Margiela, Richard Meier, Roberto Menghi, mischer’traxler, Jasper Morrison, MYKILOS, MYKITA, nuuna, Paustian, PB 0110, Pulpo, Pussykrew, Karim Rashid, Rooms, Daniel Rybakken, Klaus Schmidhuber, Scholten & Baijings, Tijmen Smeulders, Soft Baroque, Ettore Sottsass, Philippe Starck, Elisa Strozyk, Sucuk und Bratwurst, Jonah Takagi, Technogym, Oswald Mathias Ungers, Maiken Walther, Reinhold Weiss, Wilkens & Söhne, Verreum, Voon Wong + Benson Saw, Oskar Zieta

Ronan + Erwan Bouroullec, Palanco Double Sided Mirror, 2015

Andy Warhol, Silver Clouds, 1966
Sylvie Fleury, Evian Bottle, 1998
Dan Graham, Pyramid, 1999, Modell
Dan Graham, Pyramid, 1999, Modell

Programm zur Ausstellung

Kalender

Die glänzende Spiegelfläche ist nach ihrer industriellen Herstellbarkeit im 19. Jhdt. und ihrem anschließenden Siegeszug in Architektur und Design selbstverständliches Element unserer Umwelt geworden. Bei einem Ausstellungsrundgang reflektieren die Schülerinnen und Schüler mit einem Blick in die spiegelnden Oberflächen der Ausstellung „SUR/FACE. Spiegel“ nicht nur äußere, sondern auch innere Werte. Im Anschluss gilt es in der Werkstatt sein eigenes Spiegelbild zu entwerfen und mit dem ungewöhnlichen Druckverfahren der Kitchen Lithography zu vervielfältigen.

Mit Naomi Werner.

Anmeldung unter KulturRegion, rdik-junior@krfrm.de oder 069 25771763. 3 Euro Workshopgebühr.

Mehr zu Route der Industriekultur Junior

Mehr zu SUR/FACE. Spiegel

Die glänzende Spiegelfläche ist nach ihrer industriellen Herstellbarkeit im 19. Jhdt. und ihrem anschließenden Siegeszug in Architektur und Design selbstverständliches Element unserer Umwelt geworden. Bei einem Ausstellungsrundgang reflektieren die Schülerinnen und Schüler mit einem Blick in die spiegelnden Oberflächen der Ausstellung „SUR/FACE. Spiegel“ nicht nur äußere, sondern auch innere Werte. Im Anschluss gilt es in der Werkstatt sein eigenes Spiegelbild zu entwerfen und mit dem ungewöhnlichen Druckverfahren der Kitchen Lithography zu vervielfältigen.

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Anmeldung unter KulturRegion, rdik-junior@krfrm.de oder 069 25771763. 3 Euro Workshopgebühr.

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Identität und Selbst im Spiegel der Gesellschaft

Im Spiegel begegnen wir immer wieder uns selbst. Doch wie bestimmt sich dieses Selbst? Wie ist es um die Subjektformen der Gegenwart und um deren Selbstverständnis bestellt? Beim Blickwechsel zur Ausstellung SUR/FACE. Spiegel sprechen Thomas Meinecke, Autor des Romans „Selbst“, und weitere Gäste über Identität, was sie ausmacht und wie wir mit ihr umgehen. Im Zentrum der Podiumsdiskussion stehen dabei der prekäre Zustand von Subjektformen in aktuellen politischen Umbruchssituationen und Fragen nach dem Begriff der Identität.

Mit Lesung und Videobeiträgen von Thomas Meinecke.

Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Der Eintritt in die Ausstellungen ist im Preis nicht enthalten. Keine Anmeldung erforderlich.

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