Create

Create – Du gestaltest Bildung und Vermittlung im Museum

Create Foto: Anja Jahn

Bei uns heißt die Vermittlung Create, weil jeder selbst etwas gestalten kann.

Jede Besucherin, jeder Besucher bringt die eigene Welt mit ins Museum und damit eine von unzähligen möglichen Perspektiven auf das, was hier gezeigt wird.
Unser Vermittlungsprogramm ist deshalb ein Angebot an unsere Gäste, mit uns über das Gesehene und Erlebte in den Dialog zu treten: über Wissen und Nicht-Wissen, Fragestellungen und mögliche Antworten, über Sehen und Nicht-Sehen.
Immer steht die Frage im Mittelpunkt: Was haben die Dinge mit mir selbst zu tun? So fragend gehen wir durch das Museum, entdecken gemeinsam die Bezüge, die uns mit den Themen der Ausstellungen verbinden, und verknüpfen sie mit unserer Alltagswelt.




Kalender

Programm ab Februar

01. Februar - 29. Februar 2020

In einer Zeit des rasanten technologischen Wandels, in einer Welt des fortschreitenden Populismus, der Irrungen und Wirrungen zwischen Lüge und Aufklärung sowie der Angst vor Kriegen und Klimakatastrophen hat das Potenzial, das im individuellen Wünschen liegt, besondere Beachtung verdient. Denn die Veränderung von Missständen fängt nicht mit angeeignetem Wissen oder bestimmten Fähigkeiten an, sondern zu allererst mit dem Wunsch, etwas verändern zu wollen. Deshalb lädt das Museum Angewandte Kunst mit der Ausstellung Ingrid Godon. Ich wünschte in einen Möglichkeitsraum ein, der nicht nur das Potenzial birgt, über die eigenen Wünsche zu reflektieren, sondern mit den geschaffenen Atmosphären zur Diskussion und Teilhabe animieren möchte.

Die ausgewählten Illustrationen der international renommierten Künstlerin Ingrid Godon dienen als Ausgangspunkt für diese Reflexion; sie zeigen sich mal überlebensgroß, mal winzig klein. Zusammen mit Texten des vielfach ausgezeichneten Lyrikers Toon Tellegen öffnen Godons Bilder von Gesichtern ernster Kinder, wehmütiger Männer und nachdenklicher Frauen eine Tür für unsere Imagination. Zwischen den Wandillustrationen und Originalen der belgischen Künstlerin lädt außerdem ein Angebot an Musik, Performances und Workshops die Besucher*innen jeden Alters zum sinnlichen Erleben, Verweilen und Wandeln ein. Das gesamte Museum präsentiert sich als lebendiges und pulsierendes, aber auch stilles und kontemplatives Open House.

Zur Ausstellung

YACHT (ein Akronym für “Young Americans Challenging High Technology”) sind Claire L. Evans, Jona Bechtolt und Rob Kieswetter. Für ihre neueste LP Chain Tripping erfand das Trio eine eigene Arbeitsmethode an der Schnittstelle von DIY und Hightech: Mit Hilfe neuronaler Netze generierten sie musikalische Rohdaten aus ihrer bisherigen Arbeit, die sie zu neuen Songs arrangierten, die sie dann einübten, aufführten und live aufnahmen. Anstatt sich auf ein einziges Werkzeug zu verlassen, brachten sie mehrere verschiedene KI-Prozesse zusammen: Textgenerierung (Char-RNN), Latenzrauminterpolation, Rohaudioerzeugung (SampleRNN) und einen “neuronalen Synthesizer” namens NSynth. Inspiriert wurden sie durch die lange Geschichte der generativen Komposition, von William S. Burroughs’ Cut-Up-Schrift bis hin zu David Bowies eigens entwickelter “Verbasizer”-Software aus den 90er Jahren.

Eintrittspreise finden Sie in Kürze auf der Museumswebsite.

Zur Ausstellung

Als Antwort auf die Ausstellung Ingrid Godon. Ich wünschte bietet die international tätige Tänzerin und Choreografin Elisabeth Schilling einen Tanz- und Performance-Workshop im Museum Angewandte Kunst an. Kreative und körperliche Übungen führen in die grundlegenden Ansätze des zeitgenössischen Tanzes ein und laden die Teilnehmer*innen ein, ihre eigene individuelle und kreative Identität als Ausgangspunkt zu nutzen. Auf Wunsch kann eine öffentliche Aufführung der erarbeiteten Sequenzen in der Ausstellung organisiert werden. Eine Teilnahme daran ist freiwillig.

Workshop-Gebühr: 25 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung unter 069 212 38522 oder create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de

Zur Ausstellung