Mit dem Volontär und kuratorischen Assistenten Leon Lukas Plum.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
21. August – 8. November 2026

Grafikdesign ist allgegenwärtig. Ob Lebensmittelverpackungen, digitale Interfaces auf unseren Smartphones oder Werbeflächen und Leitsysteme im öffentlichen Raum – alles, was uns an visuellen Medien umgibt, ist grafisch gestaltet und intendiert eine Wirkung. So prägt Grafikdesign, wie wir wahrnehmen, verstehen, fühlen und handeln – oft ohne, dass wir uns dessen bewusst sind. Anhand der gestalterischen Positionen von Robin Coenen und Danielle Rosales, Aline Bavier und Sophia Becker sowie Anja Kaiser und Rebecca Stephany untersucht die Ausstellung On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet die gesellschaftliche Dimension von Grafikdesign und fragt nach seiner Wirkmacht in Zeiten politischer, technologischer und sozialer Umbrüche.
Die Darstellung von Informationen beeinflusst, was wir wissen – oder zu wissen glauben. Zahlen, Daten und Fakten sind kein formloses Material, sondern immer auf eine bestimmte Art und Weise gestaltet. Und alles, was gestaltet ist, könnte immer auch anders gestaltet sein. Damit ist jede gestalterische Entscheidung immer auch eine inhaltliche. Unter dem Titel Design Macht Wissen untersuchen Robin Coenen und Danielle Rosales, wie Grafikdesign Wissen formt und vermittelt und welche Machtverhältnisse dadurch entstehen.
Auch die Werkzeuge, mit denen wir gestalten, sind nicht neutral. Die Geschichte des Grafikdesigns ist eng mit technologischem Fortschritt verbunden. Aktuell stößt uns die Entwicklung generativer künstlicher Intelligenz in eine neue Medienrevolution und fordert auch die Disziplin des Grafikdesigns grundlegend heraus. Aline Bavier und Sophia Becker nehmen eine offensive Haltung ein und eignen sich die gestalterischen Mittel dieses technischen Umbruchs an. In ihrer Videoinstallation re constructed (re konstruiert) verarbeiten sie gemeinsame Kindheits- und Jugenderinnerungen mit Hilfe von generativen Bildmodellen. Medien, Methoden und Werkzeuge werden zu Mitautor:innen unserer Wirklichkeit.
Der Kanon des Grafikdesigns wurde insbesondere im 20. Jahrhundert vom Anspruch geprägt, allgemeingültige Gestaltungsprinzipien zu formulieren. In ihrem Glossary of Undisciplined Design (Glossar des undisziplinierten Gestaltens) machen Anja Kaiser, Rebecca Stephany und weitere Autor:innen deutlich, dass sich die Disziplin ebenso gut als offenes und widersprüchliches – also undiszipliniertes – Feld begreifen lässt, das sein Potenzial in der Zusammenarbeit, der Vielstimmigkeit und der Bereitschaft entfaltet, Gegebenheiten zu hinterfragen.

Die Ausstellung On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet macht sichtbar, wie Grafikdesign unsere Wirklichkeit formt – und lädt dazu ein, aufgeworfene Fragen weiterzudenken und die gesellschaftliche Verantwortung der Disziplin neu zu verhandeln.
Kurator: Dr. Jonas Deuter

Inklusiver Workshop zum Bücher machen für Erwachsene mit und ohne Behinderung
Die Gestaltung von Printmedien orientiert sich meist an einer nicht-behinderten Norm. Der Workshop möchte gemeinsam mit behinderten und nicht-behinderten Gestalter:innen und Interessierten neue künstlerische, experimentelle und spielerische Wege von barrieresensibler Buchgestaltung erproben.
Datum: 28. Oktober 2026
Uhrzeit: 17–20 Uhr
Ort: Diskursraum in der Ausstellung On Display. Wie Grafikdesign uns gestaltet
Mit den Gestalterinnen Anna Breit, Pia Heer und Hannah Witte. Sie sind ein Team von behinderten und nicht behinderten Menschen. Sie planen und leiten die Workshops.
Mit Anmeldung unter create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de oder 069 212 38522.
Mit dem Volontär und kuratorischen Assistenten Leon Lukas Plum.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Worum geht es?
Bücher zeigen uns neue Dinge.
Sie erzählen Geschichten.
Wir können viel aus Büchern lernen.
Aber sind Bücher für alle Menschen gemacht?
Oft werden Bücher von und für Menschen ohne Behinderung gestaltet.
Das wollen wir ändern.
Alle Menschen sollen Bücher gut verstehen können.
Dafür probieren wir gemeinsam neue Ideen aus.
Wer kann mitmachen?
Der Workshop ist für Erwachsene mit und ohne Behinderung.
Du brauchst keine Erfahrung.
Du musst nichts mitbringen.
Wir lernen voneinander.
Wer macht den Workshop?
Anna Breit, Pia Heer und Hannah Witte leiten den Workshop.
Sie arbeiten als Gestalterinnen zusammen.
Das heißt: Sie entwickeln und gestalten Dinge.
Das Team besteht aus Menschen mit und ohne Behinderung.
Wann und wo?
Termin: 28. Oktober 2026
Uhrzeit: 17-20 Uhr
Ort: Museum Angewandte Kunst
Wie kannst du dich anmelden?
Schreibe uns eine E-Mail an:
create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de
Oder rufe uns an:
069 212 38522
Der Workshop ist kostenlos.
Wir helfen dir bei der Anreise.
Wir können dich auch an der U-Bahn-Station Schweizer Platz abholen.
Sag uns bei der Anmeldung Bescheid, wenn du das möchtest.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Gemeinsam mit den in der Ausstellung vertretenen Gestalter:innen Robin Coenen und Anja Kaiser führt der Kurator Dr. Jonas Deuter ein letztes Mal durch die Ausstellung.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Die Ausstellung wird gefördert vom KulturFonds Frankfurt RheinMain.

Die Installation re constructed von Aline Bavier und Sophia Becker wird gefördert durch die Kulturstiftung Liechtenstein.
