Create

Create – Du gestaltest Bildung und Vermittlung im Museum

Bei uns heißt die Vermittlung Create, weil jeder selbst etwas gestalten kann.

Jede Besucherin, jeder Besucher bringt die eigene Welt mit ins Museum und damit eine von unzähligen möglichen Perspektiven auf das, was hier gezeigt wird.
Unser Vermittlungsprogramm ist deshalb ein Angebot an unsere Gäste, mit uns über das Gesehene und Erlebte in den Dialog zu treten: über Wissen und Nicht-Wissen, Fragestellungen und mögliche Antworten, über Sehen und Nicht-Sehen.
Immer steht die Frage im Mittelpunkt: Was haben die Dinge mit mir selbst zu tun? So fragend gehen wir durch das Museum, entdecken gemeinsam die Bezüge, die uns mit den Themen der Ausstellungen verbinden, und verknüpfen sie mit unserer Alltagswelt.




Kalender

Programm ab Januar

01. Januar - 29. Februar 2020

Besondere Dinge ziehen uns an, gewinnen Bedeutung weit über ihren Gebrauchswert hinaus und begleiten uns manchmal ein Leben lang. In unserer Treue zu besonderen Gegenständen, verbunden mit deren sorgsamer Pflege, zeigen wir Anderen, was uns wert und wichtig ist. In Zeiten von Mobilität und Minimalismus wählen jüngere Menschen andere Wege, um von sich selbst zu erzählen. Den Gründen und den Folgen des sich wandelnden Umgangs mit unverwechselbarem, persönlichem Besitz wollen wir nachgehen.

Einführungsveranstaltung:
Vortrag und Gespräche zum Umgang mit den Dingen
Prof. Dr. Manfred Sommer, Philosoph („Sammeln. Ein philosophischer Versuch“, 1999) und Prof. Dr. Tilman Allert, Soziologe („Latte Macchiato. Soziologie der kleinen Dinge“, 2015)
Die Veranstaltung wird moderiert von der Autorin Andrea Hensgen.
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Nach den beiden Einführungsvorträgen ist das Publikum eingeladen darüber zu sprechen, welche Formen des Erhaltens der Dinge sich bewährt haben und welche zukünftig vorstellbar sind.

Matinee am Sonntag:
jeweils Sonntag, 12.00 Uhr, Villa Metzler
Wir laden herzlich ein, zum Thema passende Dinge mitzubringen.
16.02.2020: Das Mitbringsel aus der Fremde. Was erinnert mich an meine Reisen?
08.03.2020: Der alltägliche Freund. Was nutze ich Tag für Tag?
10.05.2020: Das Erbe der Familie. Was erzählt von meinen Vorfahren?

Drei Konzerte, drei Ausstellungen, eine neue Veranstaltungsreihe: Das isenburg Quartett bringt an drei Abenden zeitgenössische und klassische Musik in ein spannungsreiches Wechselspiel mit den Themen der aktuellen Ausstellungen im Museum Angewandte Kunst. Zum Auftakt gibt das Quartett zu HOUSE OF NORWAY einen musikalischen Akzent.

Zum Auftakt der Konzertreihe hat sich der Komponist Diego Ramos Rodriguez den gutturalen Gesang der Sámi, den Joik, für seine kompositorische Bearbeitung herausgegriffen. Er wird akustische Aufnahmen des Joik, die der Musikethnologe Karl Tirén in den 1910er Jahren gesammelt hat, in die Notation für ein kurzes Stück für Streichquartett übertragen. Mit Stücken von Maja Solveig Kjelstrup Ratkje (*1973); Ludwig van Beethoven (1770-1827); Lars Petter Hagen (*1979) und Diego Ramos Rodriguez (*1989).

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.
Eintritt: 18 Euro, ermäßigt 12 Euro.

Die Konzertreihe wird gefördert von: Musikfonds, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Mehr Informationen und Tickets

Formen und Glasieren eigener keramischer Werke. Zwischen freier Skulptur und minimalistischer Gebrauchskeramik eröffnet sich ein weites Feld der Möglichkeiten.
Teilnahme nur an beiden Veranstaltungen möglich (1. Termin: 11. Januar, 14.30 – 17.30 Uhr).
Für Erwachsene. 44 Euro Workshopgebühr. Anmeldung unter create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de oder 069 212 38522.

Mehr Infos finden Sie hier.

Herr Prof. Markus Frenzl liest aus seinem neuerschienen Buch „Designerglück – Von Designmenschen und anderen Mysterien der Designkultur“. Das Buch enthält Kolumnen, die Markus Frenzl von 2010 bis 2019 im „Design Report“ veröffentlicht hat. Er betrachtet darin alltagskulturelle, politische, mediale oder designspezifische Phänomene als semiotische Zeiterscheinung, befasst sich mit der Absurdität konkreter Entwürfe oder persifliert „Buzzwords“ und „Hypes“ der Designszene. Markus Frenzl ist Designkritiker, Designconsultant und Professor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. Das Buch ist am Abend erhältlich.
Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 5 Euro

Besondere Dinge ziehen uns an, gewinnen Bedeutung weit über ihren Gebrauchswert hinaus und begleiten uns manchmal ein Leben lang. In unserer Treue zu besonderen Gegenständen, verbunden mit deren sorgsamer Pflege, zeigen wir Anderen, was uns wert und wichtig ist. In Zeiten von Mobilität und Minimalismus wählen jüngere Menschen andere Wege, um von sich selbst zu erzählen. Den Gründen und den Folgen des sich wandelnden Umgangs mit unverwechselbarem, persönlichem Besitz wollen wir nachgehen.

Wir laden herzlich ein, zum Thema passende Dinge mitzubringen:
Das Mitbringsel aus der Fremde. Was erinnert mich an meine Reisen?

Papier muss nicht immer neu, weiß und glatt sein. Wie man es aus Pflanzen- oder Textilfasern selbst herstellen und dabei die Umwelt schonen kann, probieren wir heute im Museum aus. Jedes Papier ist ein Unikat, das im Anschluss nach Lust und Laune weiterverarbeitet werden kann. Bitte ein großes Buch zum Transportieren der fertigen Blätter mitbringen.

Für Kinder zwischen 5 bis 10 Jahren. Keine Anmeldung erforderlich. 6 Euro Workshopgebühr.
Mehr Infos zu GesalterKids gibt es hier.

In einer Zeit des rasanten technologischen Wandels, in einer Welt des fortschreitenden Populismus, der Irrungen und Wirrungen zwischen Lüge und Aufklärung sowie der Angst vor Kriegen und Klimakatastrophen hat das Potenzial, das im individuellen Wünschen liegt, besondere Beachtung verdient. Denn die Veränderung von Missständen fängt nicht mit angeeignetem Wissen oder bestimmten Fähigkeiten an, sondern zu allererst mit dem Wunsch, etwas verändern zu wollen. Deshalb lädt das Museum Angewandte Kunst mit der Ausstellung Ingrid Godon. Ich wünschte in einen Möglichkeitsraum ein, der nicht nur das Potenzial birgt, über die eigenen Wünsche zu reflektieren, sondern mit den geschaffenen Atmosphären zur Diskussion und Teilhabe animieren möchte.

Die ausgewählten Illustrationen der international renommierten Künstlerin Ingrid Godon dienen als Ausgangspunkt für diese Reflexion; sie zeigen sich mal überlebensgroß, mal winzig klein. Zusammen mit Texten des vielfach ausgezeichneten Lyrikers Toon Tellegen öffnen Godons Bilder von Gesichtern ernster Kinder, wehmütiger Männer und nachdenklicher Frauen eine Tür für unsere Imagination. Zwischen den Wandillustrationen und Originalen der belgischen Künstlerin lädt außerdem ein Angebot an Musik, Performances und Workshops die Besucher*innen jeden Alters zum sinnlichen Erleben, Verweilen und Wandeln ein. Das gesamte Museum präsentiert sich als lebendiges und pulsierendes, aber auch stilles und kontemplatives Open House.

Zur Ausstellung

YACHT (ein Akronym für “Young Americans Challenging High Technology”) sind Claire L. Evans, Jona Bechtolt und Rob Kieswetter. Für ihre neueste LP Chain Tripping erfand das Trio eine eigene Arbeitsmethode an der Schnittstelle von DIY und Hightech: Mit Hilfe neuronaler Netze generierten sie musikalische Rohdaten aus ihrer bisherigen Arbeit, die sie zu neuen Songs arrangierten, die sie dann einübten, aufführten und live aufnahmen. Anstatt sich auf ein einziges Werkzeug zu verlassen, brachten sie mehrere verschiedene KI-Prozesse zusammen: Textgenerierung (Char-RNN), Latenzrauminterpolation, Rohaudioerzeugung (SampleRNN) und einen “neuronalen Synthesizer” namens NSynth. Inspiriert wurden sie durch die lange Geschichte der generativen Komposition, von William S. Burroughs’ Cut-Up-Schrift bis hin zu David Bowies eigens entwickelter “Verbasizer”-Software aus den 90er Jahren.

Eintrittspreise finden Sie in Kürze auf der Museumswebsite.

Zur Ausstellung

Als Antwort auf die Ausstellung Ingrid Godon. Ich wünschte bietet die international tätige Tänzerin und Choreografin Elisabeth Schilling einen Tanz- und Performance-Workshop im Museum Angewandte Kunst an. Kreative und körperliche Übungen führen in die grundlegenden Ansätze des zeitgenössischen Tanzes ein und laden die Teilnehmer*innen ein, ihre eigene individuelle und kreative Identität als Ausgangspunkt zu nutzen. Auf Wunsch kann eine öffentliche Aufführung der erarbeiteten Sequenzen in der Ausstellung organisiert werden. Eine Teilnahme daran ist freiwillig.

Workshop-Gebühr: 25 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung unter 069 212 38522 oder create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de

Zur Ausstellung