Leichte SpracheInfos zu den Dauer-Ausstellungen

Das Museum Angewandte Kunst zeigt jedes Jahr viele verschiedene Ausstellungen.
Die Ausstellungen zeigen ganz viele verschiedene Themen und Objekte.
Die Ausstellungen sind meistens für ein paar Monate zu sehen.

Manche Ausstellungen kann man immer anschauen.
Das sind die Dauer-Ausstellungen.

Hier finden Sie Informationen zu den Dauer-Ausstellungen vom Museum Angewandte Kunst.


Elementar-Teile Aus den Sammlungen

Foto von einem Ausstellungsraum mit Objekten aus Design und Kunsthandwerk, wie z.B. einem gelben Eier-Sessel.
© Museum Angewandte Kunst, Foto: Anja Jahn

Über die Dauer-Ausstellung

Eine Dauer-Ausstellung heißt: Elementar-Teile. Aus den Sammlungen.
Elementar-Teile bedeutet: wichtige Teile.

Das Museum wurde im April 2013 wieder geöffnet.
Die Dauer-Ausstellung ist seitdem die erste große Dauer-Ausstellung im Museum.

In der Dauer-Ausstellung sieht man besondere Kunst-Objekte aus vielen Bereichen.
Zum Beispiel:

  • Kunst aus Europa
  • Kunst aus Ost-Asien
  • Kunst aus dem Islam
  • Design
  • Bilder und Bücher

Die Kunst-Objekte sind aus den letzten 5 Tausend Jahren.
Sie kommen aus vielen Ländern.

Wenn man die Sammlung von Kunst-Objekten mit anderen auf der ganzen Welt vergleicht:
Dann ist diese Sammlung vom Museum Angewandte Kunst besonders.
Denn:

  • Die Kunst-Objekte sind sehr gut gemacht.
    Das heißt: Sie sind hochwertig, erstklassig und hervorragend.
  • Manche Kunst-Objekte sind sehr selten.
  • Die Kunst-Objekte sind sehr verschieden.
    Das bedeutet: Es gibt viele Arten von Kunst-Objekten.

So ist die Dauer-Ausstellung entstanden

Alle zusammen haben besondere Lieblings-Stücke ausgesucht:

  • Der Direktor vom Museum.
  • Die Kuratoren und Kuratorinnen.
    Kuratoren und Kuratorinnen arbeiten im Museum.
    Sie planen die Ausstellungen.
  • Die Mitglieder vom Kunst-Gewerbe-Verein Frankfurt am Main.

Auch besonders wichtige Kunst-Objekte kann man in der Dauer-Ausstellung sehen:
aus allen Zeiten und aus verschiedenen Bereichen.

In der Dauer-Ausstellung geht es um die Frage:
Was macht ein Kunst-Objekt besonders?
Die Dauer-Ausstellung sortiert die Kunst-Objekte nicht nach:
Form, Farbe oder Alter.
Sondern: Die Kunst-Objekte stehen für sich.
Die Dauer-Ausstellung heißt daher: Elementar-Teile.

Elementar-Teile bedeutet: wichtige Teile.
In der Dauer-Ausstellung sehen Sie also besonders wichtige Kunst-Objekte aus dem Museum.

Besucher und Besucherinnen können sich dazu Ihre eigenen Gedanken machen.

Sie können Kunst-Objekte wieder entdecken.
Oder auch neue Ideen dazu bekommen.

Die Kunst-Objekte haben diese Kuratoren und Kuratorinnen ausgewählt:
  • Doktor Eva Linhart
  • Professor Doktor Klaus Klemp
  • Doktor Mahret Kupka
  • Doktor Sabine Runde
  • Doktor Stephan von der Schulenburg
  • Professor Matthias Wagner K
  • Grit Weber
  • und Mitglieder vom Kunst-Gewerbe-Verein Frankfurt am Main

Die Dauer-Ausstellung leitet: Professor Matthias Wagner K


Der Stil-Raum von Dieter Rams

Foto von einem Ausstellungsraum mit Designobjekten von dem Produktdesigner Dieter Rams.
© Museum Angewandte Kunst, Foto: Günzel/Rademacher

Über den Gestalter und Designer

Dieter Rams ist Gestalter und Designer.
Er hat eine klare Idee:
Weniger, aber besser!

Das bedeutet: Dinge sollen einfach, praktisch und schön sein.
Dieter Rams will keine unnötigen Extras.
Er findet: Dinge sollen lange halten und gut aussehen.

Dieter Rams hat das Deutsche Design nach dem Zweiten Weltkrieg mitgestaltet.
Seine Ideen waren klar, funktional und zurückhaltend.
Typisch für diesen Stil.

Bis heute schauen sich junge Designer und Designerinnen seine
Arbeiten genau an.
Sie bekommen dadurch neue Ideen für ihre eigene Arbeit.

Dieter Rams ist der Meinung:
  • Design kann die Welt besser machen.
  • Design soll nachhaltig sein.
    Das heißt: Design soll gut für Menschen und die Umwelt sein.

Viele Menschen sagen:
Dieter Rams ist einer der wichtigsten Designer im 20. Jahrhundert.

Der Stil-Raum im Museum

Das Museum Angewandte Kunst hat Dieter Rams geehrt.
Zum 85. Geburtstag von Dieter Rams hat das Museum einen besonderen Raum eröffnet.
Dieser Raum heißt: Stil-Raum Dieter Rams.

Im Stil-Raum gibt es wechselnde Ausstellungen zu den Objekten von Dieter Rams.

Dort kann man sehen:

  • Dinge aus seiner frühen Zeit als Gestalter und Designer.
  • Wie sich die Arbeiten von Dieter Rams entwickelt haben
  • Wichtige Entwürfe für die Firma Braun:
    Dieter Rams hat für die Firma Braun gearbeitet.
  • Den Entwurf vom Regal-System 606
  • Einen Sessel von Dieter Rams.
    In diesen Sessel dürfen sich sogar die Museums-Besucher und Besucherinnen setzen.
  • Bücher und Kataloge zum Anschauen
  • Bilder auf Bildschirmen: Die Bilder zeigen noch mehr von seinen Objekten.
  • Fotos von seinem Wohnhaus.

Neue Dauer-Ausstellung zum 90. Geburtstag

Zum 90. Geburtstag von Dieter Rams hat das Museum die Ausstellung neu gemacht.
Jetzt zeigt das Museum: Die wichtigsten Produkte und Entwürfe von Dieter Rams.
Und zum ersten Mal auch: Fotos von seiner Ehefrau Ingeborg Rams.

Professor Doktor Klaus Klemp vom Museum Angewandte Kunst hat die Ausstellungen im Stil-Raum geplant.


Der Stil-Raum vom Gebäude-Planer Richard Meier

Foto von einem Ausstellungsraum mit Designobjekten, z.B. Stühle und Sessel.
© Museum Angewandte Kunst, Foto: Anja Jahn

Über Richard Meier

Richard Meier ist ein berühmter Gebäude-Planer.
Er hat das Gebäude vom Museum Angewandte Kunst geplant.
Deshalb nennt man das Museums-Gebäude auch: Richard-Meier-Bau.

Das Museum steht direkt am Main.
Die Adresse ist: Schaumainkai 17.
Am 25. April 1985 ist das Museum in dieses Gebäude eingezogen.
Früher hatte das Museum einen anderen Namen.
Es hieß damals: Museum für Kunst-Handwerk.

Ausstellung zum 30. Geburtstag

Das Museum ist seit 30 Jahren in diesem Gebäude.
Den Geburtstag feiert das Museum mit einer Sonder-Ausstellung.
Die Sonder-Ausstellung heißt: Richard Meier. Ein Stil-Raum.

Die Sonder-Ausstellung zeigt:

  • Was Richard Meier wichtig war.
  • Und: Was er selbst verändert hat.

Was Richard Meier beeinflusst hat:

  • Richard Meier mochte die Bau-Ideen aus der Zeit der Moderne.
    Moderne bedeutet: Neue Formen und klare Linien.
    Oft in Weiß.
  • Er fand manche berühmten Gestalter sehr gut.
  • Auch alte Ideen aus der Geschichte der Bau-Kunst waren ihm wichtig.

Was Richard Meier bewirkt hat:

  • Durch Einflüsse aus der Moderne und durch die Bau-Geschichte hatte Richard Meier viele neue Ideen.
  • Er hat daraus eigene Gebäude geplant.
  • Die Gebäude von Richard Meier haben auch anderen Gebäude-Planern in der Postmoderne neue Ideen gegeben.
    Postmoderne bedeutet:
    Man verbindet neue Ideen mit alten Formen. Oft bunter.
  • Auch die Neomoderne wurde später durch Richard Meier beeinflusst.
    Neomoderne bedeutet: Die moderne Bauweise kommt wieder.
    Aber neu gedacht.

Über die Ausstellung

Die Ausstellung zeigt:

  • Design
  • Ideen für schöne und gute Gebäude.
  • Modernes Wohnen in den 1980er Jahren:
    - So haben viele Menschen gelebt, denen guter Stil wichtig war.
    - Das war damals modern.
  • Ideen von Richard Meier für das Wohnen in der Zukunft.
  • Man sieht in der Ausstellung auch besondere Stühle:
    - Einen Stuhl aus gebogenem Holz von der Firma Thonet.
    - Einen Stuhl von Charles Rennie Mackintosh.

Ein Raum wie in den 1980er Jahren

In der Ausstellung gibt es auch einen besonderen Raum.
Der Raum sieht aus wie eine Wohnung aus den 1980er Jahren.
Er wurde gestaltet nach Ideen von Richard Meier.

In diesem Raum sieht man:

  • eine Musik-Anlage von der Firma Bang & Olufsen
  • die Fernseh-Serie Miami Vice
  • das Buch von Milan Kundera.
    Das Buch hat den Titel: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Was zeigt der Raum?
So haben viele reiche Menschen in den 1980er Jahren gelebt.
Sie wollten modern wohnen.
Mit Stil, Kunst und Kultur.


Stil-Räume Aus den Sammlungen

Foto von einem Raum mit Barock-Tapete, einem Barock-Stuhl und grünen Vorhängen.
© Museum Angewandte Kunst, Foto: Anja Jahn

Die Villa Metzler und ihre Ausstellung

Die Villa Metzler gehört zum Museum Angewandte Kunst.
Eine Villa ist ein besonderes und schönes großes Haus.
Die Villa wurde im Jahr 1803 gebaut.
Sie ist also über 200 Jahre alt.

In der Ausstellung der Villa kann man erleben: wie wohnen früher war.

So haben die Menschen in den letzten 200 Jahren gewohnt

In der Villa Metzler gibt es 9 besondere Zimmer.
Die Zimmer sind auf 2 Stockwerke verteilt.
Das Museum Angewandte Kunst nennt die Zimmer: Stil-Räume.

In den Stil-Räumen kann man verschiedene Wohn-Stile aus über 200 Jahren erleben.
Alle 9 Räume sind anders eingerichtet.
Besucher und Besucherinnen können durch die Räume gehen.
Und spüren: so hat sich das Wohnen früher angefühlt.

Diese Räume gibt es zum Beispiel:

  • einen Barock-Saal.
    Barock ist eine Kunst-Richtung von vor etwa 350 Jahren.
    Die Sachen sind oft golden oder glänzend und schön verziert:
    mit vielen Mustern und Figuren.
  • ein Lack-Kabinett.
    Ein Kabinett ist ein kleiner Raum.
    Die Möbel sind mit Lack überzogen.
    Der Lack schützt das Holz und sieht schön und edel aus.
  • einen Englischen Salon.
    Ein Englischer Salon ist ein Wohnzimmer aus England.
    Solch ein vornehmes und elegantes Zimmer war vor etwa 150 Jahren beliebt.
  • ein Musikzimmer.
    Ein Musikzimmer hatten früher reiche Familien in ihrem Haus.
    In diesem Zimmer haben die Menschen Musik gemacht oder Musik gehört.
  • ein Empire-Schlafzimmer.
    Empire ist eine Stil-Richtung von vor über 200 Jahren.
    Alles hat vornehm, edel und machtvoll ausgesehen:
    mit starken und geraden Formen.
  • ein Biedermeier-Zimmer.
    Biedermeier war eine Stil-Richtung vor etwa 200 Jahren.
    Der Stil war: einfach und schön. Praktisch und gemütlich.
  • ein Jugendstil-Zimmer.
    Die Jugendstil-Zeit war vor über 100 Jahren.
    Der Stil ist sehr kunstvoll mit viel Deko.
    Es gab viele runde Formen und Blumen-Muster.

Jeder Raum hat eine eigene Stimmung.
Man spürt den Geschmack und Lebens-Stil von früher.

So sind die Räume entstanden

Die Räume wurden genau nachgebaut:
so wie sie früher ausgesehen haben.
Dafür hat man:

  • alte Bilder und Fotos angeschaut.
    So wusste man, wie es damals aussah.
  • Tapeten und Stoffe extra herstellen lassen.
  • Möbel, Teppiche und Geschirr von damals aus der Sammlung vom Museum Angewandte Kunst zusammen-gestellt.

So ist in jedem Zimmer ein echter Wohn-Raum von früher entstanden.

Wer hat das möglich gemacht?

Im Jahr 2009 wurde die Villa saniert.
Saniert bedeutet: Die Villa wurde repariert und neu gemacht.
Dabei sind auch die Stil-Räume entstanden.

Geld-Geber waren:
  • Die Stadt Frankfurt
  • Die Historische Villa Metzler gGmbH.
    Gegründet durch den Kunst-Gewerbe-Verein Frankfurt am Main.

Wichtige Info zur Barrierefreiheit

Vom 1. Stock kommt man nur über eine Treppe in den 2. Stock.
Der Aufgang zum 2. Stock ist also nicht barrierefrei.