Leichte SpracheInfos zu vergangenen Ausstellungen

Das Museum Angewandte Kunst zeigt jedes Jahr viele verschiedene Ausstellungen.
Die Ausstellungen zeigen ganz viele verschiedene Themen und Objekte.
Die Ausstellungen sind meistens für ein paar Monate zu sehen.

Hier finden Sie Informationen zu den vergangenen Ausstellungen vom Museum Angewandte Kunst.
Das heißt: Die Ausstellungen sind schon vorbei und nicht mehr zu sehen.
Aber hier finden Sie trotzdem Informationen dazu.


Das Neue Frankfurt: Was war das? Wichtige Fragen zum Bau-Programm

10. Mai 2025 – 11. Januar 2026

Farbfotografie von einem Ausstellungsraum mit Holzgerüsten und Infotafeln.
© Museum Angewandte Kunst, Foto/Photo: Günzel/Rademacher

Das Neue Frankfurt ist Hundert Jahre alt!

2025 feierte das Neue Frankfurt seinen 100. Geburtstag.
Deswegen zeigte das Museum Angewandte Kunst mehrere Ausstellungen zum Neuen Frankfurt.

Eine Ausstellung hieß:
Was war das Neue Frankfurt?
Wichtige Fragen zum Bau-Programm

In der Ausstellung ging es um diese Fragen:
  • Was war damals neu?
  • Welche Ideen waren gut?
  • Was können wir heute noch davon lernen?

In der Ausstellung gab es viele Antworten.
Und die Besucher und Besucherinnen konnten darüber nachdenken.

Stadt-Planung um das Jahr 1920

Nach dem Ersten Weltkrieg ging es vielen Menschen in Deutschland sehr schlecht.
Fast 2 Millionen junge Männer sind im Krieg gestorben.
Über 4 Millionen Männer sind verletzt oder mit schlimmen Erinnerungen vom Krieg zurückgekommen.
Viele Familien hatten kaum Geld.
Und viele Menschen hatten sehr wenig zu Essen.

Es gab zu der Zeit auch eine große Wohnungs-Not.
Das heißt: Es haben sehr viele Wohnungen gefehlt.
Denn: Viele Menschen sind in die Städte gezogen.
Warum? Weil einige Gebiete von Deutschland nach dem Krieg zu anderen Ländern gehört haben.

Am Anfang der 1920er Jahre ging es den Firmen langsam wieder besser.
Es hat zwar wieder mehr Arbeit gegeben.
Aber alles wurde auch teurer.
Und immer mehr Menschen wurden arm.
Denn: Für das Geld konnten die Menschen immer weniger kaufen.
Das gesparte Geld der Menschen war schnell aufgebraucht.
Die Städte hatten große Probleme.

Im Jahr 1925 hat die Stadt Frankfurt am Main ein neues Bau-Programm angefangen.
Das heißt: Die Stadt hat viele neue Häuser gebaut: schön und nützlich.
Das Ziel war: Alle Menschen sollen eine gute und günstige Wohnung bekommen.

In kurzer Zeit sind viele neue Wohn-Siedlungen entstanden.
Es gab 12 Tausend neue Wohnungen.
Dazu kamen öffentliche Gebäude.
Und auch Gärten und Parks.

Das Bau-Programm hat einen besonderen Namen bekommen:
Das Neue Frankfurt.

Viele Ausstellungen, Bücher und Filme berichten darüber.
Auch im Museum Angewandte Kunst gab es im Jahr 2019 eine erfolgreiche Ausstellung über das Thema.
Die Ausstellung hatte den Namen: Moderne am Main 1919 bis 1933.


Yes, we care. Das Neue Frankfurt und die Frage nach dem Gemeinwohl

10. Mai 2025 – 11. Januar 2026

Farbfotografie von einem hellen Ausstellungsraum mit Holzgerüsten mit Infotafeln und Schwarz-Weiß-Fotografien.
© Museum Angewandte Kunst, Foto/Photo: Günzel/Rademacher

Eine andere Ausstellung zum Geburtstag vom Neuen Frankfurt hieß:
Yes, we care.
Das ist Englisch und heißt: Ja, wir kümmern uns.
Die Ausstellung ging auch um Das Neue Frankfurt und um die Frage:
Was können wir machen, damit es allen Bürgern und Bürgerinnen gut geht?

Die Ausstellung Yes, we care zeigte:
  • Warum hat sich die Stadt Frankfurt so sehr um alle Menschen gekümmert?
  • Welche sozialen Einrichtungen gab es vor hundert Jahren in Frankfurt?
  • Was wurde für die Gesundheit und Bildung gemacht?
  • Wie hat sich das Leben der Menschen in Frankfurt dadurch verändert?

Care bedeutet Fürsorge

Das englische Wort Care bedeutet:
  • Pflege
  • Fürsorge
  • Betreuung
  • Sorgfalt

Care schließt alle Menschen mit ein.
Egal wer sie sind.
Egal wie viele sie sind.
Bei Care geht es um das Miteinander: in der Familie, in der Nachbarschaft, in der Stadt.
Aber auch darum, was die Politik und die Stadt tun können:
Damit es allen gut geht.


Eclectic Affinities Hamid Zénati und die Sammlung des Museum Angewandte Kunst

28. September 2024 – 12. Januar 2025

© Museum Angewandte Kunst, Foto/Photo: Günzel/Rademacher

Die Ausstellung Ecletic Affinities zeigte die vielfältigen
Kunst-Objekte vom Künstler Hamid Zénati.
Ecletic Affinities ist Englisch.
Man spricht es so: ih-klek-tik ä-fin-i-ties.
Auf Deutsch heißt das: Eklektische Affinitäten.
Das bedeutet:
Man bringt verschiedene Ideen und Stile zusammen.
Und sieht: Das haben die Ideen und Stile gemeinsam.
So entsteht etwas Neues und Interessantes.

Der Künstler Hamid Zénati wurde im Jahr 1944 in Algerien geboren.
Er wurde 78 Jahre alt.
Seit den 1960er Jahren lebte er in München.
Dort ist Hamid Zénati im Jahr 2022 gestorben.

Kraftvoll und spielerisch

Hamid Zénati hat in seinen Kunst-Objekten eigene Kompositionen geschaffen.
Das heißt: Er hat Formen, Farben und Bilder zusammen-gefügt und neu angeordnet.

Hamid Zénati hat sich für vieles interessiert und begeistert:

  • Er hat Stoffe, Keramiken und Möbel bemalt.
  • Er hat viele Fotos gemacht.
  • Er hat viel beobachtet.

In seiner zweiten Heimat in München hatte er immer wieder neue Ideen.
Aber natürlich auch auf seinen vielen Reisen!

Hamid Zénati wollte von überall aus arbeiten.
Er hat diese Freiheit gemocht.

Deshalb hat er seine Kunst immer in Koffern mitgenommen:
Durch die Wüste in Algerien, nach Indien und nach Kuba.

Schablonen-Technik

Hamid Zénati hatte so viele Ideen und Eindrücke!
Er hat sie alle in seinen Bildern festgehalten.
Hamid Zénati hat für seine Kunst-Objekte die
All-over-Schablonen-Technik verwendet.

Hamid Zénati war ein Individualist.
Das heißt: Selbstbestimmung und Freiheit waren ihm
sehr wichtig.

Hamid Zénati war auch ein Autodidakt.
Das heißt: Er hat sich die Dinge selbst beigebracht.