Ausstellungen

Was ist 亞歐堂 meet asian art?

Vieles deutet darauf hin, dass Asien im 21. Jahrhundert eine zentrale Rolle im Weltgeschehen spielen wird. Auch in Frankfurt am Main ist in den letzten Jahren eine stetig wachsende Präsenz Asiens unverkennbar: Die Stadt hat als Verkehrs-, Kapital- und Wirtschaftsdrehscheibe bereits heute die größte koreanische und eine der größten japanischen Communities in Kontinentaleuropa und auch China ist in den Bereichen Industrie, Finanzsystem und Tourismus in Frankfurt immer deutlicher vertreten.

Vor diesem Hintergrund, aber auch angesichts der herausragenden Rolle, die die Sammlungen asiatischer Kunst seit über hundert Jahren im Museum Angewandte Kunst spielen, widmet das Museum der Kunst Asiens mit 亞歐堂 meet asian art seit Oktober 2016 einen neuen Ort des Austausches, des Entdeckens, Verstehens und Diskutierens. Hier finden wechselnde Exponate aus den einzigartigen Sammlungen asiatischer Kunst des Museums in Form kleiner Kabinettausstellungen einen Platz. Zugleich ist 亞 歐堂 meet asian art mehr als ein Ausstellungsraum: Als Forum für Veranstaltungen und Präsentationen bietet es immer wieder neue Einblicke in Asiens Beitrag zur Kunst der Welt.


Aktuelle Ausstellung in 亞歐堂 meet asian art

Jade ist in China seit jeher kostbarer als Silber und Gold. Mit seinem milchig-graugrünen Glanz gilt der Edelstein in der chinesischen Kultur als Symbol für ein langes Leben und Unsterblichkeit. Aus der hohen Wertschätzung für dieses Material erklärt sich die anhaltende Beliebtheit jadefarbener Keramikglasuren in China seit dem ersten Jahrtausend v. Chr..
Ab Juni 2018 zeigt das Museum Angewandte Kunst eine Auswahl solcher Seladon-Keramiken in seinem Ausstellungs- und Veranstaltungsforum meet asian art. Mit Exponaten aus zweieinhalb Jahrtausenden führt die Kabinettausstellung eindrucksvoll die Kunstfertigkeit chinesischer Töpfer vor Augen, die mit einfachen, eleganten Formen und Glasuren in der einzigartigen Farbe von Jade Stücke von großer Ausdruckskraft schufen.

Kurator: Dr. Stephan von der Schulenburg

Studientag am Samstag, 29. September 2018, 11–18 Uhr


Vergangene Ausstellungen in 亞歐堂 meet asian art

Wanli Blauweiß

29. Juni 2017 bis 6. Mai 2018

Das Museum Angewandte Kunst zeigte eine Auswahl von 24 Porzellanen aus der Wanli-Ära in seinem Ausstellungs- und Veranstaltungsforum meet asian art, das sich in wechselnden Schwerpunkten der Kunst Asiens widmet.

Ein langes Leben, Gesundheit oder Gelassenheit – in vielerlei Symbolen und Anspielungen verweist chinesisches Blau-Weiß-Porzellan aus der Regierungszeit des Ming-Kaisers Wanli (1572-1620) auf Glück- und Segenswünsche.

Zugleich war die Regierungszeit des Kaisers Wanli für China ein Zeitalter der frühen Globalisierung. Erstmals gelangten große Mengen chinesischen Porzellans und anderer Handelsgüter bis nach Europa und wurden dort zu begehrten Luxusartikeln. Die ausgestellten 24 Stücke aus der asiatischen Sammlung des Museums wurden in der kaiserlichen Manufaktur Jingdezhen oder von deren Zulieferern produziert. Sie reichen von Palastware bis zum massenweise produzierten, gleichwohl in Europa teuer bezahlten Exportporzellan, das nicht zuletzt von der frühbarocken Frankfurter Fayence kopiert wurde.

Die Präsentation Wanli Blau-Weiß bot Einblicke in die herausragende Sammlung chinesischer Keramik im Museum Angewandte Kunst. Einige der hier ausgestellten Porzellane gehören bereits seit über hundert Jahren zur Museumssammlung. Der größte Teil jedoch ging auf Carl Cords zurück, dessen umfangreiche Schenkung von 1943 das Rückgrat der ostasiatischen Sammlung des Museums bildet.

Kurator: Dr. Stephan von der Schulenburg

Katalog zum Download

Japanische Cloisonné-Arbeiten

8. Oktober 2016 – 28. Mai 2017

亞 歐堂 meet asian art– die Schriftzeichen bedeuten übersetzt in etwa „asiatisch-europäischer Salon“ – eröffnete zeitgleich mit der Ausstellung Yokohama 1868–1912. Als die Bilder leuchten lernten am 7. Oktober 2016. Aus diesem Anlass wurden ausgesuchte Meisterwerke des japanischen Cloisonné der Meiji-, Taishô- und frühen Shôwa-Periode (ca. 1870–1935) präsentiert. Die Email-Arbeiten sind Teil einer umfangreichen und kostbaren Schenkung, die das Museum Angewandte Kunst im Sommer 2016 in Empfang nehmen durfte.