Der Juli
im Museum Angewandte Kunst

Aktuelle Ausstellungen
Öffentliche Führungen
Veranstaltungen
Sommerferienprogramm

Aktuelle Ausstellungen
Im Garten der Zufriedenheit. Die Sammlung Chinesische Malerei im Museum Angewandte Kunst

Im Garten der Zufriedenheit
Die Sammlung Chinesische Malerei im Museum Angewandte Kunst
Nur noch bis 14. Juli 2024

Xing Tong gehört zu den vier großen Schriftkünstlern der späten Ming-Zeit. Seine Zeitgenossen schätzten seine Kalligraphie so sehr, dass sie ihn mit Dong Qichang (董其昌, 1555–1635) gleichsetzten. Nach einer kurzen Beamtenkarriere zog er sich in seine Heimatstadt Linyi (臨邑) zurück, wo er sich ganz der Schriftkunst, Dichtkunst und Malerei zuwandte. Die verfeinerte Kultur der Literaten erreichte damals einen ihrer Höhepunkte, und Xing Tong wurde zum Mittelpunkt eines Dichterkreises.

Die Kalligraphie von Xing Tong steht ganz in der klassischen Tradition des Hauptmeisters der chinesischen Schriftkunst, Wang Xizhi (王羲之, 303–361). Die Schriftzeichen sind elegant und flüssig mit vertikal aufgesetztem ,rundem‘ Pinsel ausgeführt, wobei der Künstler immer wieder kräftige Akzente setzt, um dann mit schnell ausgeführten, trockeneren Pinselstrichen einen dynamischen Rhythmus im Schriftbild zu erzeugen.

Xing Tongs Kalligraphie in Konzeptschrift (links oben im Bild) ist nur eines von vielen Beispielen der facettenreichen chinesischen Malerei die noch bis zum 14. Juli im Museum Angewandte Kunst entdeckt werden können.

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CONTACT ZONES – Pamela Breda, Victoria Keddie, Sajan Mani

CONTACT ZONES
Victoria Keddie, Pamela Breda, Sajan Mani
Bis 28. Juli 2024

Die Ausstellung CONTACT ZONES – Pamela Breda, Victoria Keddie, Sajan Mani ist bereits die zweite Kooperation des Museum Angewandte Kunst mit dem Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik (MPIEA). Ausgangspunkt für das gemeinsame Ausstellungsprojekt ist das Artist-in-Residence-Programm INHABIT, in dessen Rahmen pro Jahr zwei Gastkünstler:innen unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen für vier Monate im Dialog und Austausch mit den Wissenschaftler:innen des MPIEA arbeiten. Die Ausstellung der dritten und vierten Ausgabe von INHABIT zeigt die künstlerischen Arbeiten von Pamela Breda, Victoria Keddie und Sajan Mani, die während ihrer jeweiligen Residencies und im Umfeld des Forschungsinstituts entstanden sind.

Alle Künstler:innen haben während ihrer Residency ganz unterschiedlich gearbeitet und ihre Projekte sind Ausdruck vielfältiger Zugänge zum wissenschaftlichen Umfeld und nicht zuletzt durch Begegnungen, Dialoge und Kooperation informiert.

Pamela Breda entwirft in ihrer filmischen Arbeit ein Zukunftsszenario, in dem künstliche Intelligenz in einem fortgeschrittenen Stadium die Grenzen zwischen menschlichen und maschinellen Akteuren verwischt und uns auf poetische Weise an die Herausforderungen menschlicher Beziehungen und Interaktionen mit KI-Systemen heranführt.

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RAY Echoes. Emotion

RAY Echoes
Emotion
Bis 1. September 2024

Seit Jahrzehnten findet sich in den Institutionen und Sammlungen in Frankfurt und der Region Rhein-Main eine bemerkenswerte Dichte und Kompetenz im Bereich der Fotografie und verwandter Medien. Nach den ersten vier erfolgreichen Ausgaben der Triennale der Fotografie RAY schließen sich erneut elf Kooperationspartner zusammen und machen diesen Fokus international sichtbar. RAY ECHOES konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: Identity, Memory und Emotion.

Die Ausstellung RAY ECHOES. Emotion im Museum Angewandte Kunst wirft mit den Künstler:innen Jesper Just, Anton Kusters, Jyoti Mistry und Diego Moreno ein Schlaglicht auf fotografische und medial verwandte Bilder, die ein emotionales Echo bei uns als Betrachter:innen auslösen können.

Anton Kusters (*1974, Belgien) recherchierte und bereiste für seine Arbeit The Blue Skies Project sechs Jahre lang Stätten früherer Konzentrations- oder Vernichtungslager in Europa, um vor Ort den Himmel zu fotografieren. Jedes Polaroidfoto ist von Hand mit der Anzahl der Opfer unter diesem Stück Himmel sowie mit den GPS-Koordinaten blindgeprägt. Es ist eine Arbeit über das Erinnern und Gedenken. The Blue Skies Project wurde von Monica Allende kuratiert.

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亞 歐堂 meet asian art: meet asian art. Antik? / Antique?

亞歐堂 meet asian art: Antik?
Renaissancen in der ostasiatischen Kunst
Bis 24. November 2024

Mit 亞歐堂 meet asian art: Antik? Renaissancen in der ostasiatischen Kunst widmet sich das Museum Angewandte Kunst der vor rund tausend Jahren in China erwachenden und bis dahin kaum ausgeprägten Begeisterung für die Antike, vergleichbar mit der Renaissance in Europa einige Jahrhunderte später.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen in Bronze gegossene Ritualgefäße der Shang- und Zhou-Dynastie (16. Jh. – 256 v. Chr.), die seit jener Zeit immer wieder bei Ausgrabungen aus antiken Grabstätten zutage traten. Die frühen Meisterwerke des Bronzegusses wurden nun auch in Kunstsammlungen aufgenommen und wissenschaftlich untersucht. Antikisierende, in freier Form auf chinesische Bronzevorbilder zurückgreifende Gefäße waren im japanischen Cloisonné der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weit verbreitet.

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Öffentliche Führungen
Öffentliche Führungen

Mittwoch, 10. Juli, 18.30 Uhr
Öffentliche Führung
Highlight Tour – Museumsarchitektur und Sammlungen
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Sonntag, 21. Juli, 15 Uhr
Öffentliche Führung
Elementarteile. Aus den Sammlungen
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Mittwoch, 24. Juli, 18.30 Uhr
Öffentliche Künstler:innenführung
RAY Master Class – SOFT PROOF
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Sonntag, 28. Juli, 15 Uhr
Öffentliche Führung
RAY Echoes. Emotion
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Sonntag, 28. Juli, 15 Uhr
Öffentliche Führung
Highlights des Ikonenmuseums
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

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Veranstaltungen
Im Garten der Zufriedenheit. Die Sammlung Chinesische Malerei im Museum Angewandte Kunst

Podiumsdiskussion
Was ist Chinesische Malerei?
Dienstag, 2. Juli, 18 Uhr

Die Ausstellung Im Garten der Zufriedenheit. Die Sammlung Chinesische Malerei im Museum Angewandte Kunst stellt Chinesische Malerei aus sechs Jahrhunderten vor: Landschaften, Blumen & Vögel-Bilder, Porträts, Kalligraphie, oder auch, im 20. Jahrhundert, abstrakte Kompositionen. Was unterscheidet diese Werke von der westlichen Kunst? Wie „konservativ“ ist diese Malerei? Was ist Literatenkunst im Unterschied zu Auftragsmalerei? Was ist ein Original, was eine Kopie, eine Adaption, was eine Fälschung? Was verändert sich im 20./21. Jahrhundert? Ist z.B. Chou Chung-Cheng, die als junge Frau nach Paris ging, an der Sorbonne promovierte und in den 1950er Jahren bei Alfred Mahlau und Willi Baumeister Kunst studierte, wirklich eine chinesische Künstlerin? Über Fragen wie diese wird es in dem Expert:innengespräch gehen.

Im Gespräch:
Dr. Shao-Lan Hertel/Direktorin, Museum für Ostasiatische Kunst Köln
Gerald Holzwarth, M.A., freier Wissenschaftler und Experte für Chinesische Malerei, Autor der Katalogeinträge zur Ausstellung Im Garten der Zufriedenheit Die Sammlung Chinesische Malerei im Museum Angewandte Kunst
Dr. des. Feng Schöneweiß/Postdoctoral Fellow, 4A_Lab, Kunsthistorisches Institut in Florenz – Max-Planck-Institut; und Postdoctoral Fellow, Ostasienabteilung, Staatsbibliothek zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Moderation:
Dr. Stephan von der Schulenburg/Museum Angewandte Kunst, Leiter der Asiatischen Sammlung

Eine Veranstaltung des Kunstgewerbevereins, des Konfuzius-Instituts Frankfurt und dem Museum Angewandte Kunst.

Die Veranstaltung findet in der Villa Metzler statt.

Mit Anmeldung unter info@kgv-frankfurt.de.

Im Eintrittspreis inbegriffen.

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Syowia Kyambi: Becoming Kaspale (Videostill)

Round-Table-Talks, performative Events und eine Ausstellung
The Cosmologies of Objects
Dienstag, 3. Juli – Samstag, 6. Juli

TALKING OBJECTS ARCHIVE ist eine digitale Plattform für dekoloniale Wissensproduktion, die im Dezember 2024 an den Start gehen wird. Im Zuge der Entwicklung des digitalen Archivs werden Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und andere Expert:innen zu drei Think Tanks eingeladen, die in Dakar (Mai 2023), in Frankfurt (Juli 2024) und in Nairobi (November 2024) stattfinden. Der Think Tank in Frankfurt beschäftigt sich mit den Kosmologien von Objekten und untersucht deren Materialität, spirituelle Bedeutungen und ihre Beziehungen zu Aspekten von Gender. Künstler:innen und Wissenschaftler:innen aus dem Senegal, Kenia und Deutschland sind eingeladen, das in den Objekten gespeicherte Wissen sichtbar zu machen. Das öffentliche Programm des Frankfurter Think Tanks findet am 4. und 6. Juni im Museum Angewandte Kunst statt. Die Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt und sind kostenlos.

Die begleitende Ausstellung mit dem gleichen Titel eröffnet am 3. Juli um 18 Uhr in der Villa 102 der KfW Stiftung und zeigt Arbeiten von Adam Yawe, Élise Fitte-Duval und Karwitha Kirimi. Im Rahmen des TALKING OBJECTS Residency-Programms erforschen sie mit ihrer künstlerischen Praxis den digitalen Raum.

TALKING OBJECTS wird gefördert durch die Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien/BKM, die KfW Stiftung, das Auswärtige Amt, das Goethe-Institut und die Heinrich-Böll-Stiftung. Die TALKING OBJECTS THINK TANKS werden in Kooperation mit der KfW Stiftung entwickelt und durchgeführt.

Die Veranstaltungen sind kostenlos.

Öffentliches Programm:

Mittwoch, 3. Juli
Villa 102 – KfW Stiftung
18 Uhr: The Cosmologies of Objects Ausstellungseröffnung
Anmeldung unter www.kfw-stiftung.de

Donnerstag, 4. Juli
Museum Angewandte Kunst
19-21 Uhr: Talking to Objects
Ein performatives Gespräch mit Objekten aus der Sammlung des Museum Angewandte Kunst, moderiert von Aisha Camara (Moderatorin, Frankfurt). Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Disziplinen sowie die Öffentlichkeit sind eingeladen, ihre Erfahrungen mit einem Objekt zu teilen. Es entsteht ein polyperspektivischer Blick auf und ein interaktives Gespräch mit dem Objekt.

Samstag, 6. Juli
Museum Angewandte Kunst
Listening to Objects
Was können uns Objekte über Geschlechterrollen sagen? Können Objekte ihre Spiritualität verlieren oder können andere Objekte ihren Platz einnehmen? Und wie verhält sich Materialität im digitalen Raum?

15 Uhr: Begrüßung und Film Screening
Begrüßung Isabel Raabe und Mahret Ifeoma Kupka (Kuratorinnen TALKING OBJECTS)

Film Screening: Becoming Kaspale von Syowia Kyambi

15.30 Uhr: 3 Sessions zu Materialität, Spiritualität und Gendered Objects
Gespräche zu Materialität mit Mutanu Kyany’a (Wissenschaftlerin, Nairobi) und Adam Yawe, (Künstler, Nairobi), moderiert von Isabel Raabe

Gespräche zu Spiritualität mit Abdourahmane Seck (Wissenschaftler, Saint Louis) und Eleonore Wiedenroth-Coulibaly (Wissenschaftlerin und Aktivistin, Frankfurt), moderiert von Malick Ndiaye (Kurator, Dakar)

Gespräche zu gendered objects with Mũthoni Mwangi (Wissenschaftler:in, Nairobi) und Elise Fitte-Duval (Künstlerin, Dakar), moderiert von Mahret Ifeoma Kupka

17 Uhr: Muuga? Grief is a portal; bring your heart, I’ll bring the water
Lyrik Lesung mit Karwitha Kirimi (Künstler:in, Nairobi)

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Sommerferienprogramm
Gelli-Print

In den Sommerferien bieten wir Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 12 Jahren die Möglichkeit, sich kreativ auszuleben. In diesem Ferienprogramm dreht sich alles um ein selbst gestaltetes Heft. Beim Papierschöpfen und Gelli-Print entstehen edle Papiere, die am zweiten Tag kunstvoll zu einem kleinen Heft gebunden und mit natürlichen Farben bemalt werden können.

Am 1. und 2. August bietet das Museum Angewandte Kunst jeweils von 10–15 Uhr zwei Workshops an einem Tag. Die gemeinsame Pause von 12–13 Uhr wird in der Werkstatt verbracht. Bitte Verpflegung mitbringen.

Für die Teilnahme an den Ferienworkshops ist eine Anmeldung erforderlich.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung den Workshop-Titel sowie den Namen und das Alter des Kindes, Ihre Telefonnummer, E-Mail Adresse und Anschrift an. Für alle Workshops bitte Kleidung anziehen, die schmutzig werden darf. Kittel sind vorhanden.

Anmeldung unter 069-212 38522 oder unter create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de.

Kosten: 24 Euro pro Kind für einen Tag (2 Workshops inkl. Pause)

Donnerstag, 1. August 2024

10–12 Uhr
Von der Faser zur Fantasie: Papierschöpfen
Wir verwandeln Altpapier mit dem Verfahren des Handschöpfens in neue Papiere. Durch die Einarbeitung von getrockneten Blüten bekommt das Papier viele spannende Formen und Farben. Ein experimentelles Vergnügen, das zum Weiterverarbeiten der geschöpften Papiere einlädt.

12–13 Uhr
Betreute Pause, bitte Snack und Getränk mitbringen.

13–15 Uhr
Formensammler: Gelli-Print
Was für ein Glück! Die Natur rund um das Museum hält wundervolle Schätze bereit. Nach einem Streifzug durch den Park drucken wir die natürlichen Formen von Blättern und Blüten mit Acrylfarben und einer Gelplatte kunstvoll ab.

Freitag, 2. August 2024

10–12 Uhr
Fadenliebe: Gestalte ein eigenes Heft
Lose Zettel und Zeichnungen gehören von nun an der Vergangenheit an. In der Werkstatt lernen wir die Technik, ein Heft zu binden. Durch die bewusste Wahl von Faden, Papier, Format und Farbe, und zu guter Letzt durch die Gestaltung der Vorderseite selbst, wird jedes Heft ein Einzelstück.

12–13 Uhr
Betreute Pause, bitte Snack und Getränk mitbringen.

13–15 Uhr
Natürlich bunt: Die faszinierende Welt der Pflanzenfarben
Ob Rose, Nelke oder Brennnessel – aus Pflanzen- und Blütensäften lassen sich die schönsten Farben der Natur selbst herstellen. Mit Hilfe von Mörser, Wasser, Säuren und Basen stellen wir eigene Tinten her und malen damit im Anschluss auf Aquarell- oder selbstgeschöpftem Papier.

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Credits:
1., 2., 3., 4., 5., 6. Foto: Günzel/Rademacher © Museum Angewandte Kunst, 7. Syowia Kyambi: Becoming Kaspale (Videostill) © Syowia Kyambi, 8. Foto: Dilan Alt © Museum Angewandte Kunst

Kontakt
Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

T +49 69 212 31286
F +49 69 212 30703
info.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de
www.museumangewandtekunst.de
 
Öffnungszeiten
Mo geschlossen
Di, Do-So 10-18 Uhr
Mi 10-20 Uhr

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