Der Februar
im Museum Angewandte Kunst

Neue Ausstellungen
Aktuelle Ausstellungen
Öffentliche Führungen
Veranstaltungen
Blick in die Sammlung digital

Neue Ausstellungen
Wolle. Seide. Widerstand.

Wolle. Seide. Widerstand.
7. Februar – 24. Mai 2026
Freitag, 6. Februar 2026, 19 Uhr

Die Ausstellung präsentiert Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstler:innen, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Ihr Widerstand richtet sich gegen als illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, gegen Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung. Die Teppiche der Künstler:innen fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare. In gleicher Radikalität sprengen sie mitunter die Grenzen der Flächigkeit: Sie loten die Möglichkeiten des Dreidimensionalen aus, und entfalten sich als textile Skulpturen und immersive Erfahrungsräume, die sich durch ihre affektive Qualität an gegenwärtigen Lebensprozessen beteiligen.

In der Ausstellung werden ausgewählte Werke folgender Künstler:innen präsentiert:
Faig Ahmed, Diedrick Brackens, Johannah Herr, Jan Kath, Baseera Khan, Alexandra Kehayoglou, William Kentridge, Noelle Mason, Otobong Nkanga, Tobias Rehberger, Erin M. Riley, Tsherin Sherpa, Rose Stach, Nasan Tur, Jeroen van den Bogaer

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AI-Worlding. Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen

AI-Worlding
Künstlerische Forschung zu KI-generierten Weltmodellen
13. Februar – 26. April 2026
Eröffnung: Donnerstag, 12. Februar 2026, 19 Uhr

Generative KI-Systeme haben sich tief in unseren Alltag eingebettet und prägen zunehmend unsere Vorstellungen von Gesellschaft, Welt und uns selbst. Generierte Bilder, Texte oder Videos erschaffen neue Welten – basierend auf selektiven Daten, häufig nicht-repräsentativen Perspektiven und ökonomischen Interessen. Dieser fortlaufende Prozess des KI-basierten Worldings steht im Zentrum der thematischen Gruppenausstellung, die in Kooperation zwischen dem Museum Angewandte Kunst und dem saasfee*pavillon entsteht. Im Fokus steht das künstlerische Experiment als Untersuchungswerkzeug, um einerseits die Grenzen der vermeintlich unbegrenzten Möglichkeitsräume generativer Modelle erfahrbar zu machen und andererseits das sich stetig verändernde Verhältnis zwischen Künstler:innen und KI-Systemen zu explorieren.

Die Ausstellung umfasst eine Vielzahl zeitgenössischer künstlerischer Positionen, die eigens für die Ausstellung im Museum Angewandte Kunst entwickelt werden: Performances, generierte Bilder, Malereien, Videoarbeiten, immersive Räume sowie interaktive Sound- und Rauminstallationen.

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Aktuelle Ausstellungen
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WDC-Hub
24. Januar – 30. November 2026

Der WDC-Hub im Museum Angewandte Kunst ist die zentrale Anlaufstelle der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 und informiert über das Programm und die Projekte. Der von studio formagora gestaltete Hub informiert über das Jahresprogramm, bietet Raum für Austausch, Workshops und Begegnungen und begleitet die zahlreichen Projekte durch das Jahr. Im foyer des WDC-Hub lädt die partizipative Installation Collective Paper Aesthetics der Designerin Noa Haim dazu ein HEART-board Pyramids frei und nach Belieben zusammenzustecken und so den Ausstellungsraum individuell mitzugestalten. HEART-board Pyramids sind Bausteine aus 100 % Pappe, die sich einfach händisch zusammenstecken lassen. Inspiriert von den geometrischen Eigenschaften einer Wabenstruktur dient das Design als interaktives Bauspiel und eignet sich für Familien sowie für Kinder ab 7 Jahren. Durch die Verwendung von recycelbarer Pappe und einen ko-kreativen Gestaltungsprozess sind die HEART-board Pyramids sowohl ökologisch als auch sozial besonders nachhaltig, da sie Zusammenarbeit und gemeinschaftliches Handeln fördern.

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Öffentliche Führungen
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Samstag, 7. Februar, 15 Uhr
Öffentliche Künstler:innenführung
Wolle. Seide. Widerstand.
Führung zum Thema War Rugs From America mit der Künstlerin Johannah Herr, der Kuratorin Dr. Katharina Weiler und dem Juniorkurator Leon Plum.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Die Führung findet in englischer Sprache statt.

Sonntag, 8. Februar, 15 Uhr
Öffentliche Führung
Wolle. Seide. Widerstand.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Mittwoch, 18. Februar, 18–19.30 Uhr
Haptischer Rundgang für Blinde Menschen, Menschen mit Sehbehinderung und Sehende
Wolle. Seide. Widerstand.
Mit Lilian Korner, Blinde:r Kunstwissenschaftler:in und Inklusionsaktivistin:in und der Kunstvermittlerin Linda Gottwald.
Im Eintrittspreis inbegriffen. Infos und Voranmeldung unter create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de oder 069 212 38522.
Nach Bedarf unterstützen wir Sie bei Ihrer Anreiseplanung oder holen Sie an der U-Bahn-Station „Schweitzer Platz“ ab. Absprachen können im Rahmen der Voranmeldung getroffen werden.

Sonntag, 22. Februar, 15 Uhr
Öffentliche Führung
Wolle. Seide. Widerstand.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Sonntag, 22. Februar, 15 Uhr
Öffentliche Führung im Ikonenmuseum
Mystik und Symbolik in orthodoxer Kunst
Durchdringende Blicke, rote oder blaue gefiederte Engel ohne Körper, das Alles Sehende Auge Gottes oder ein in Flammen stehender Dornbusch, der dennoch nicht verbrennt – die Ikonen sind voller verschlüsselter Geheimnisse und Bedeutungen, die sich erst nach intensiver Beschäftigung mit ihnen erschließen. Die Kunstvermittlerin Hana Spijkers lädt ein zu einer Reise durch die mystischen Dimensionen der heiligen Bilder, ihrer Formen und Farben und entschlüsselt manches bebilderte Mysterium.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Mittwoch, 15. Februar, 18 Uhr
Öffentliche Kuratorinnenführung
Wolle. Seide. Widerstand.
Führung zum Thema Ornament und Widerstand mit der Kuratorin Dr. Katharina Weiler und der Kunsthistorikerin Dr. Eva Linhart.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

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Veranstaltungen
LOOMCYCLE

Auftaktveranstaltung LOOMCYCLE
Wolle. Seide. Widerstand.
Samstag, 14. Februar, 15 Uhr und Sonntag, 15. Februar, 11 Uhr

LOOMCYCLE – benannt nach dem englischen Wort „loom“ für Webstuhl – ist ein Projekt des Berliner Kollektivs raumlaborberlin und Teil des Vermittlungsprogramms zur Ausstellung Wolle. Seide. Widerstand. sowie des Programms der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 im Museum Angewandte Kunst.

Von Februar bis Mai 2026 fährt das LOOMCYCLE („Loom“ englisch für „Webstuhl“) von raumlaborberlin durch Frankfurter Stadtteile. Es macht an Orten und bei Veranstaltungen Halt, an denen Menschen zusammenkommen und neue Verbindungen entstehen. In Stadtteilzentren, auf Marktplätzen und Nachbarschaftsfesten laden wir gemeinsam mit lokalen Akteur:innen und Partnerinstitutionen ein, mitzuwirken – zu weben, ins Gespräch zu kommen und Gestaltung als gemeinschaftlichen, demokratischen Prozess zu erleben. Dabei geht es nicht nur um Kunsthandwerk, sondern auch um Begegnung, Austausch und die Erfahrung, gemeinsam etwas Kreatives zu schaffen. Mit dem Projekt möchten wir neue Zugänge zur Kultur eröffnen, Menschen für künstlerische Prozesse begeistern und langfristige Beziehungen zwischen dem Museum und den Stadtteilen und ihren Gemeinschaften wachsen lassen.

Am 14. und 15. Februar feiern wir den Auftakt des LOOMCYCLES mit dem Initiator und Künstler Francesco Apuzzo (raumlaborberlin) im Museum Angewandte Kunst.

Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Ikonenabend im Ikonenmuseum

Ikonenabend im Ikonenmuseum
V.I.P.: Hl. Georg – Von Äthiopien bis Russland
Mittwoch, 11. Februar, 18–19 Uhr

Drachentöter, furchtloser Christ, Prinzessinnenretter – seit Jahrhunderten erzählen sich die Menschen von Zypern über Griechenland, Georgien, den Balkanraum, Russland bis nach Äthiopien Geschichten und Legenden um den Heiligen Georg. Warum zählt der berittene Kriegerheilige zu den beliebtesten und am meisten verehrten Heiligen und wird in so vielen Regionen um Hilfe gebeten? Anhand von ikonischen Darstellungen von Georg aus Russland und Äthiopien wollen wir uns dem Phänomen Georg als V.I.P. nähern.

Mit Dr. Konstanze Runge und Pfarrer David Schnell
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

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Fünftes Dieter Rams Forum im Museum Angewandte Kunst: Design und Architektur 2

Fünftes Dieter Rams Forum im Museum Angewandte Kunst
Design und Architektur 2
Mittwoch, 18. Februar 2026, 17–18.30 Uhr

Die rams foundation hat im Winter 2023/24 in Zusammenarbeit mit dem Museum Angewandte Kunst ein Veranstaltungsformat begonnen, das in öffentlichen Podiumsgesprächen erweiterte Fragestellungen des Industriedesigns thematisiert. Im vergangenen Jahr kam zu den Fragestellungen ein Thema hinzu, das Dieter Rams ganz besonders am Herzen liegt, nämlich das Verhältnis von Design und Architektur. Das Dieter Rams Forum widmet sich nun in seiner fünften Ausgabe am 18. Februar ab 17 Uhr erneut diesem Thema mit weiteren Teilnehmer:innen: Shirin Franoul-Brückner, Atelier Brückner, Stuttgart; Fritz Frenkler, f/p design, Berlin, München, Kyoto; Aline Hielscher, Aline Hielscher Architektur, Leipzig und Peter Cachola Schmal, Direktor Deutsches Architektur Museum, Frankfurt a.M.

Design bzw. dessen Vorläufer und Architektur haben sich seit frühester Zeit in einer Art Symbiose befunden. Von den üppigen Wandmalereien und aktuell neu entdeckten Wandinschriften in Pompeji und den Inschriften auf sakralen und profanen Bauten im alten Ägypten, in der griechischen und römischen Antike und in der Neuzeit bis hin zu den Werbeflächen auf Hauswänden und Brandmauern im 19. und im 20. Jahrhundert, gab es immer auch den Aspekt des ‚Kommunikationsdesigns‘ auf und in Architekturen. Möbel und Produkte gehören ebenfalls seit jeher zur Definition von Innenräumen, ebenso wie die Lichtführung. Nicht minder hat sich das Industriedesign seit dem 19. Jahrhundert mit Architektur verbunden, von historistischen Übermöblierungen und Ornamentierungen über funktionale Gestaltungen der Moderne und den elektrischen Leuchten bis hin zur Türklinke, mit der man Architektur sozusagen in die Hand nimmt. Dies gilt auch für ‚autonome‘, nicht fest verbaute Objekte: „Ein Gegenstand hat eine Präsenz im Raum, die zu dessen Atmosphäre beiträgt. Der Raum selbst entsteht jedoch, abgesehen von seinen baulichen Gegebenheiten, durch die Auswahl, Zusammenstellung und Anordnung solcher Gegenstände.“ (Jasper Morrison, 2020) Umgekehrt war Architektur oft die Vorgabe für Produktgestaltungen.

Neben der physisch-analogen Verbindung von Architektur und Design existiert heute auch eine digitale Dimension: Über Smartphones lassen sich Kameras sowie Steuerungseinheiten für Wärme und Strom per Web-Oberfläche ortsunabhängig beobachten und bedienen. Die Auflösung des physischen Raums und des physischen Produkts in der Illusion der Virtual- bzw. Augmented Reality ist als Thema hochaktuell. Schließlich geht es auch um sogenannte Dritte Räume jenseits von Wohnung und Arbeitsplatz und ihre Inszenierungen. Dabei wird bei dieser Veranstaltung beispielhaft die Museumsszenografie thematisiert werden, die Bedeutung von Produkten im Raum und die Veränderbarkeit sowie Erweiterbarkeit von bestehenden Architekturen.

Wie könnten sich diese Korrelationen weiterentwickeln? Wie könnte das Verhältnis von Architektur und Design anhand der aufgezeigten Themenfelder in der Zukunft sein? Der Frage will die rams foundation mit dieser Podiumsdiskussion im Museum Angewandte Kunst weiter nachgehen

Diskussionsteilnehmer:innen:
Shirin Franoul-Brückner, Atelier Brückner, Stuttgart
Fritz Frenkler, f/p design, Berlin, München, Kyoto, Prof. Emeritus of Excellence TUM
Aline Hielscher, Aline Hielscher Architektur, Leipzig
Peter Cachola Schmal, Direktor Deutsches Architektur Museum, Frankfurt a.M.

Moderation:
Klaus Klemp, rams foundation

Ohne Anmeldung. Eintritt frei.

Blick in die Sammlung digital
Klingspor-Kalender für das Jahr 1926

Objekt des Monats
Klingspor-Kalender für das Jahr 1926

In den sozialen Medien dominiert aktuell der Trend, Erinnerungen aus dem Jahr 2016 zu teilen. Unser Objekt des Monats – der Klingspor-Kalender für das Jahr 1926 – führt uns ganze hundert Jahre in die Vergangenheit.

Kalender waren in den 1920er Jahren ein zentrales Medium des Druckgewerbes. Druckereien, Schriftgießereien, Papierhersteller oder Berufsverbände brachten sie jährlich heraus, um ihr handwerkliches Können zu präsentieren. Entsprechend vielfältig sind die Exemplare, die sich in der Sammlung Albinus, die aktuell im Museum Angewandte Kunst inventarisiert und wissenschaftlich erschlossen wird, erhalten haben.

Das Kalenderbüchlein der Offenbacher Schriftgießerei Gebrüder Klingspor nimmt in diesem Konvolut eine besondere Stellung ein. Mit seiner sorgfältig gesetzten Typografie und den farbigen Illustrationen des Malers und Grafikers Heinrich Holz (1890–1927) verbindet es funktionale Gebrauchsgrafik mit künstlerischem Anspruch.

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Credits:
1. Grafik: Bureau Sandra Doeller © Museum Angewandte Kunst; 2. Grafik: Farzam Mehdizadeh; 3. Foto: Ben Kuhlmann © WDC 2026; 4. Foto: Günzel/Rademacher © Museum Angewandte Kunst; 5. Foto: raumlaborberlin; 6. Heiliger Georg (Vitaikone), Russland, 19. Jh. (Detail), Foto: Ikonenmuseum Frankfurt; 7. Foto: rams foundation; 8. Klingspor-Kalender für das Jahr 1926, Gebr. Klingspor (Herstellung), Rudolf Koch (Schriftdesigner), Heinrich Holz (Illustration), 1926, Offenbach am Main, Foto: Museum Angewandte Kunst

Kontakt
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Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

T +49 69 212 44539
info.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de
www.museumangewandtekunst.de
 
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