Die Dialogwerkstätten des WDC-Campus bieten eine Plattform für Austausch, Reflexion und gemeinsames Lernen in Form von Vorträgen, Panels, Workshops, Exkursionen und Aktionen. Die Dialogwerkstätten finden immer mittwochs und in deutscher Sprache statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt über die jeweils hinterlegten Links.
Mittwoch, 1. Juli, 17–20 Uhr
Democratic Tableware
Wie lassen sich Verhandlungen gestalten? Das Projekt Democratic Tableware untersucht, wie Design Gespräche, Entscheidungsprozesse und Konfliktlösungen unterstützen kann. In der Praxis sind Verhandlungen häufig von Missverständnissen, Ungleichgewichten oder Konflikten geprägt. Zeitdruck, unterschiedliche Interessen, verschiedene Informationsstände oder persönliche Vorurteile können dazu führen, dass Gespräche scheitern. Gleichzeitig lebt Demokratie sowohl von der kontroversen Auseinandersetzung als auch von der Fähigkeit, gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
Die im Projekt entwickelten Objekte setzen genau hier an. Sie untersuchen, wie physische Artefakte Kommunikationsprozesse strukturieren, sichtbar machen oder moderieren können. Dabei geht es nicht nur um Sprache als zentrales Medium demokratischer Aushandlung. Auch der Körper spielt eine wichtige Rolle: Gesten, Bewegungen, Haltungen und räumliche Beziehungen beeinflussen, wie Menschen miteinander kommunizieren und Entscheidungen treffen.
Ausgehend von Erkenntnissen der Embodiment-Forschung experimentieren die Objekte mit körperlichen, visuellen und haptischen Elementen. Durch diese Gestaltungsmittel entstehen neue Formen multimodaler Verhandlungssituationen, die mehrere Sinne einbeziehen und alternative Wege der Beteiligung eröffnen. Die entwickelten Objekte verstehen sich als Werkzeuge, die helfen können, kommunikative Hürden sichtbar zu machen und Verhandlungen produktiver zu gestalten.
WDC-Campus in Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Universität Weimar.
Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026
Mittwoch, 8. Juli, ab 14 Uhr
Designing Design Education
Prof. Dr. Annette Diefenthaler stellt die Reihe Designing Design Education der iF-Foundation vor, ein flexibles Rahmenwerk zur Neuausrichtung der Designausbildung. Es thematisiert die Balance zwischen analogen und digitalen Kompetenzen, Re-Politisierung des Designs, interdisziplinäre und interkulturelle Zusammenarbeit sowie den gesellschaftlichen Auftrag von Gestaltung. Vorgestellt werden Band 4, ergänzende Workshops, Vorträge und ein Panel.
Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026
Mittwoch, 8. Juli, 14–20 Uhr
Stadt. Natur. Zukunft. – Öffentlicher Raum neu gedacht
In dieser Dialogwerkstatt geht es um lebendige öffentliche Räume, die Bedeutung von Stadtnatur für zukunftsfähige Städte, regenerative Freiräume zwischen Mensch und Natur, zukunftsfähigen Umgang mit Wasser und wie wir den öffentlichen Sozialraum transformativ gestalten können. In Dialogen, Postern und kleinen Workshops kann hier mehr erfahren werden. Mit Studierenden und Professorinnen der Hochschule Geisenheim (Prof. Dr. Constanze Petrow und Prof. Dr. Andreas Thon), Frankfurt University of Applied Sciences (Prof. Dr. Jan Dieterle und Prof. Dr. Yari Or) und Senckenberg (Dr. Julia Krohmer).
Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026
Mittwoch, 15. Juli, 11–15 Uhr
MEERdemokratie. Social Design auf und mit dem Meer
Die Okeanos Foundation hat eine Methode entwickelt, um während eines Segeltörns kooperatives Miteinander und kollektive Teamarbeit zu vermitteln. Unsere Lebensqualität und die weitere Entwicklung der Demokratie entscheidet sich nicht zuletzt durch den Erhalt der Ökosysteme – grundlegend getragen durch den weltumspannenden Ozean. Wie wir vom Main aus das Meer und dessen Anforderung an uns im Blick behalten, vermitteln Design-Studierende der Hochschule Darmstadt, begleitet von greenD und unterstützt von der Okeanos Stiftung. Sie entwickeln und erproben neue nachhaltige, kooperative und selbstwirksame Formen des Zusammenlebens und werden diese im WDC-Campus erfahrbar machen.
Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026
Mittwoch, 22. Juli, 11–20 Uhr
CorpseCraft Nr. 6–7 – Bauhaus Future Fiction
Dieser Workshop demonstriert die Design-Thinking-Methodik in drei Phasen. Unter Prof. Markus Weisbeck und Vera Kunz entwickeln Studierende in drei Phasen Design-Thinking-Prozesse von individuellen Ansätzen zu kollektiven Ergebnissen. Visuelle Experimente, Austausch und Teamarbeit führen zu Werken mit gemeinsamer Autorenschaft und zeigen Design als offenen Prozess der Zukunftsgestaltung.
Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026
Mittwoch, 29. Juli, 11–20 Uhr
Im Zoo: Bewegungsräume für ein Gemeinschaftserlebnis
Seit 168 Jahren prägt der Zoo Frankfurt die Stadtlandschaft und ist eine Oase lebendiger Vielfalt. Das traditionsreiche Zentrum für Natur- und Artenschutz wird modernisiert. Den Auftakt bildet das neue Afrika-Areal, das zu einer Reise durch die Serengeti einlädt. Das geplante Savannen-Areal im Zoo Frankfurt umfasst ein Tierhaus und ein etwa 24.000 m² großes Außenareal. Unterschiedliche Arten werden dort, wo möglich, gemeinsam gehalten. Auf einer Wegstrecke von über 1.000 m führen die Pfade zu Flusspferden, Giraffen, Flamingos und weiteren Tieren.
Der Besucherbereich eines Zoos erfüllt viele Aufgaben. Bei Gestaltung und Ausstattung werden Aspekte wie intensives Tiererlebnis, Aufenthaltsqualität für Einzelpersonen und Gruppen, Barrierefreiheit, Klima, Bildung, Information und Möblierung berücksichtigt. Durch ein immersives Zoodesign werden die Lebensräume von Tieren und Besucherinnen optisch miteinander verbunden. Menschen bewegen sich auf klar begrenzten Wegen mitten durch die neuen Lebensräume, der Weg wird dabei zum zentralen architektonischen Element: Er steuert die Bewegung, schafft Blickbeziehungen und ermöglicht vielfältige Begegnungen zwischen Menschen und Tieren.
In Kooperation mit der Hochschule Mainz, Fachbereich Architektur, wurde dieses Thema als Aufgabenstellung umgesetzt.
Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026 |