Der Juni
im Museum Angewandte Kunst

Aktuelle Ausstellungen
Öffentliche Führungen
Veranstaltungen
Open – Design Week Frankfurt RheinMain

Aktuelle Ausstellungen
Positions on Freedom. Design and Its Boundaries – the thing Fellowship 2026

Wolle. Seide. Widerstand.
Nur noch bis 14. Juni 2026
Die Ausstellung präsentiert internationale Teppiche zeitgenössischer Künstler:innen, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen. Ihr Widerstand richtet sich gegen als illegitim empfundene Herrschaftsordnungen und Machtausübungen, gegen Traditionalismus, Diskriminierung, Rassismus, Traumata oder Umweltzerstörung. Die Teppiche der Künstler:innen fungieren somit als plakative Medien für gesellschaftspolitische Kommentare.

Positionen zur Freiheit. Gestaltung und ihre Grenzen
the thing Fellowship 2026

Nur noch bis 28. Juni 2026
Ist Gestaltung ein Werkzeug der Befreiung, der Unterdrückung oder beides zugleich? Die Ausstellung Positionen zur Freiheit. Gestaltung und ihre Grenzen widmet sich dieser Frage. Sie versteht ihren Titel als Methode und entfaltet das Thema als Spektrum in einer dreiteiligen Ausstellungsstruktur: eine Gruppenausstellung, hervorgegangen aus einem Open Call und einer Kooperation mit dem Museum Angewandte Kunst, neue Arbeiten beauftragter Designer:innen (Fellows) in Partnerschaft mit USM und der Fondation USM sowie ein Reader mit theoretischen Beiträgen und Gesprächen.

Design for Democracy
Was Gestaltung bewirken kann!

Bis 9. August 2026
25 Projekte aus dem In- und Ausland wurden von den Kurator:innen für die erstmals im Museum Angewandte Kunst zusammengestellte Präsentation im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 ausgewählt. Es sind aktuelle Gestaltungsbeispiele aus der Region Frankfurt RheinMain, die mit europäischen Projekten und Positionen verknüpft sind. Ein abwechslungsreicher Parcours durch die Ausstellung beleuchtet das Verhältnis von Design und Demokratie, eröffnet neue Perspektiven auf Co-Kreation und Gemeinwohl und hinterfragt die Wirksamkeit von guter Gestaltung.

Ikonen auf dem Weg
Schätze aus dem Bode-Museum Berlin

Bis 30. August 2026
Die erste Sonderausstellung im Ikonenmuseum seit seiner Neueinrichtung würdigt die fast 30-jährige Zusammenarbeit des Museums mit dem Bode-Museum Berlin. Inmitten der Dauerausstellung präsentiert sie ausgesuchte Ikonen der postbyzantinischen Epoche aus der Sammlung des Bode-Museums, die seit 1999 als Dauerleihgaben im Ikonenmuseum, Frankfurt a.M. waren. Dabei treten die sehr fein gearbeiteten, vorwiegend kleinformatigen Ikonen der Muttergottes, von Leben und Passion Jesu Christi und ausgewählter Heiliger, die der Verehrung im Privaten dienten, in einen Dialog mit den oft aus kirchlichen Kontexten stammenden, dauerhaft ausgestellten Ikonen im Ausstellungsraum.

WDC-Hub
Bis 30. November 2026
Der WDC-Hub im Museum Angewandte Kunst ist die zentrale Anlaufstelle der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. Der von studio formagora gestaltete Hub informiert über das Jahresprogramm, bietet Raum für Austausch, Workshops und Begegnungen und begleitet die zahlreichen Projekte durch das Jahr.

Zur Ausstellungsübersicht

Öffentliche Führungen
Öffentliche Führungen

Mittwoch, 3. Juni, 18.30 Uhr
Öffentliche Kuratorinnenführung
Design for Democracy. Was Gestaltung bewirken kann!
Mit der Kuratorin Anna Scheuermann.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Sonntag, 7. Juni, 15 Uhr
Öffentliche Führung
Wolle. Seide. Widerstand.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Mittwoch, 10. Juni, 18.30 Uhr
Öffentliche Kuratorenführung
Positionen zur Freiheit. Gestaltung und ihre Grenzen
Mit dem Kurator Anton Rahlwes.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Samstag, 13. Juni, 15 Uhr
Öffentliche Kuratorenführung
Positionen zur Freiheit. Gestaltung und ihre Grenzen
Mit dem Kurator Anton Rahlwes.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Sonntag, 14. Juni, 15 Uhr
Öffentliche Kuratorenführung
Positionen zur Freiheit. Gestaltung und ihre Grenzen
Mit dem Kurator Anton Rahlwes.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Sonntag, 14. Juni, 15 Uhr
Öffentliche Führung im Ikonenmuseum
Ikonen auf dem Weg. Schätze aus dem Bode-Museum Berlin
Führung in russischer Sprache mit der Kunsthistorikerin Tatiana Khaustova.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Sonntag, 14. Juni, 16 Uhr
Öffentliche Kuratorinnenführung
Wolle. Seide. Widerstand.
Mit der Kuratorin Dr. Katharina Weiler.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Mittwoch, 17. Juni, 18.30 Uhr
Öffentliche Kuratorenführung
Design for Democracy. Was Gestaltung bewirken kann!
Mit dem Kurator Prof. Matthias Wagner K.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Sonntag, 21. Juni, 15 Uhr
Öffentliche Führung im Ikonenmuseum
Ikonen auf dem Weg. Schätze aus dem Bode-Museum Berlin
Mit der Kunstvermittlerin Hana Spijkers.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Sonntag, 21. Juni, 15 Uhr
Öffentliche Kuratorenführung
Neues Museum für Bienen
Mit den Kuratoren der gruppe finger.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Mittwoch, 24. Juni, 18.30 Uhr
Öffentliche Architekturführung
Das weiße Quadrat
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Sonntag, 28. Juni, 15 Uhr
Öffentliche Kuratorinnenführung
Design for Democracy. Was Gestaltung bewirken kann!
Mit der Kuratorin Anna Scheuermann.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Mehr Informationen zum Führungsangebot im Museum Angewandte Kunst

Veranstaltungen
WDC-Hub

Vortrag von Christian Janecke
Vom Parteisoldaten zum Pappgenossen: Entwicklungen des Wahlplakats
Mittwoch, 3. Juni, 10.30–12 Uhr

Seit gut hundert Jahren befeuern Plakate den politischen Wahlkampf. An die Stelle einer Darbietung von Gründen für diese oder jene Partei trat allmählich die Verknappung zu Slogans; an die Stelle der ein politisches Programm repräsentierenden Persönlichkeit das um Wähler:innenstimmen buhlende Individuum. Der Vortrag Vom Parteisoldaten zum Pappgenossen: Entwicklungen des Wahlplakats von Christian Janecke zeichnet diese Entwicklung nach und reflektiert sie im Hinblick auf das Politische.

Mehr Informationen unter WDC 2026

WDC-Workshop: Schriften im Dialog

WDC-Workshop
Schriften im Dialog
Donnerstag, 4. Juni und Freitag, 5. Juni, jeweils 10–17.30 Uhr

Im zweitägigen Workshop Schriften im Dialog eröffnen eine iranische und ein israelischer Schriftgestalter:in gemeinsam mit den Teilnehmenden einen experimentellen Raum, um die ästhetisch-politische Kraft arabischer und hebräischer Typografie zu erforschen. Schriftbilder, die oft als Symbole von Konflikt gelesen werden, werden dabei bewusst umgedeutet und in visuelle Ausdrucksformen für Dialog, Annäherung und Zusammenleben transformiert – und schließlich als eigene Arbeiten im Sieb- oder Risodruck umgesetzt.

In Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main.

Mehr Informationen und Anmeldung unter WDC 2026

WDC-Yoga

WDC-Yoga
Deep Breath: Dein sportlicher Ausklang für Körper und Geist
Donnerstag, 11. Juni, 18. Juni und 25. Juni, jeweils von 16.30–17.45 Uhr

Jeden Donnerstag (außer an Feiertagen) von 16.30 Uhr bis 17.45 Uhr lädt das WDC-Team zu einer gemeinsamen Yogastunde im Museum Angewandte Kunst ein. Die Session richtet sich an alle Level – egal ob man schon Erfahrung hat oder Yoga einfach mal ausprobieren möchtet. Zwei ausgebildete Yogalehrerinnen aus dem WDC-Team leiten den Kurs im Wechsel.

Bitte eigene Matte und bequeme Kleidung mitbringen.
Ohne Anmeldung. Eintritt frei.

Mehr Informationen zum Angebot im "WDC-Hub"

STADT LAND BUCH

Lesungen im Rahmen des Kinder- und Jugendbuchfestivals
STADT LAND BUCH
Dienstag, 16. Juni und Mittwoch, 17. Juni, jeweils 9–11 Uhr und 11–13 Uhr

Vom 14. Juni bis 19. Juni findet das Kinder- und Jugendbuchfestival STADT LAND BUCH in Frankfurt und der Rhein-Main-Region statt und das Museum Angewandte Kunst beteiligt sich am 16. Juni und 17. Juni mit jeweils zwei Lesungen für Schulklassen.

Dienstag, 16. Juni, 9–11 Uhr und 11–13 Uhr
Sachbuchlesung ab Klasse 5
Frauke Angel liest aus ihrem Sachbuch Hunderunde.
Ein T-Shirt wird gekauft, ein paar Mal getragen und liegt dann bei den andere 86 Kleiderstücken im Schrank. Ist das ok so? Das mutige Erklärbuch der mehrfach ausgezeichneten Autorin Frauke Angel legt den Finger in die Wunde und erklärt Kindern, was es mit unserer Kleidung auf sich hat. Die von Nadine Prange witzig illustrierten Hunde erzählen im Kindersachbuch Hunderunde (Oekom) nicht nur die Geschichte der Mode von der Steinzeit bis heute. Es geht auch um Arbeitsbedingungen, Dumpingpreise, Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
Mit Anmeldung unter create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de oder 069 212 38522.
Eintritt frei.

Mittwoch, 17. Juni, 9–11 Uhr und 11–13 Uhr
Kinderbuchlesung ab Klasse 1
Massuda Kassem liest aus ihrem Kinderbuch Chicken Survivor.
Vindaloo: das ist eines der beliebtesten und schärfsten Gerichte der indischen Küche. Und die Hauptperson, äh, die Haupthenne im Hühnerstall der Familie Power! Zusammen mit den Hennen Gisela, Trudi, Heidi und Ingrid genießt sie ihr Leben im liebevoll eingerichteten Luxusgehege. Doch die Idylle währt nicht lange, als sich eines schönen Tages ein Fuchs anpirscht und das Paradies stören will. Vindaloo wehrt sich mutig, wird dabei aber schwer verwundet. Und damit ist es noch nicht vorbei – schon bald muss sie erneut über sich hinauswachsen, diesmal im Kampf gegen einen gefährlichen Habicht. Die Filmemacherin Massuda Kassem, die Vindaloo persönlich kennengelernt hat, erzählt in Chicken Survivor (Klett Kinderbuch) diese wahre Geschichte mit meisterhaft komischer Dynamik. Melanie Garanin, ebenfalls eine Freundin der Familie, erweckt den Hühnerhof mit ihren originellen Strichzeichnungen, wie sie aus Völlig meschugge?! bekannt sind, zum Leben.
Mit Anmeldung unter create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de oder 069 212 38522.
Eintritt frei.

Ein Kooperationsprojekt mit dem Jungen Literaturhaus Frankfurt.
Das Kinder- und Jugendbuchfestival STADT LAND BUCH wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die Aventis Foundation, die Deutsche Bank Stiftung und die DZ BANK Stiftung. Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Dr. Marschner Stiftung und der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.

Mehr Informationen zum Kinder- und Jugendbuchfestival STADT LAND BUCH

WDC-Campus-Dialogwerkstatt

WDC-Campus-Dialogwerkstatt
Design mit Haltung
Mittwoch, 24. Juni, 16–20 Uhr

Die Designerin Diana Tayo Osobu lädt dazu ein, in interdisziplinären Gesprächsrunden gemeinsam zu reflektieren, wie Design heute weiterentwickelt werden kann, um Europa als relevanten Designstandort zu stärken. Design wird dabei als Entscheidungsinstrument verstanden: Es hilft, Komplexität zu ordnen, Orientierung zu geben und tragfähige Lösungen sichtbar zu machen. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen der Kreativwirtschaft, etwa durch Design Apps, die gestalterische Prozesse ersetzen, stehen neue Design-Skills im Mittelpunkt. Diese umfassen Gestaltung und Haltung sowie die Fähigkeit, Markt, Technologien und Nutzer:innen sinnvoll zu verbinden.

Mehr Informationen und Anmeldung unter WDC 2026

Ikonenabend im Ikonenmuseum

Ikonenabend im Ikonenmuseum
Ganz schön wüst: Johannes der Täufer
Mittwoch, 24. Juni, 18–19 Uhr

Im Juni widmet sich der Ikonenabend Johannes dem Täufer. Als Vorbote Christi und Prophet der Erlösung wird Johannes der Täufer auch im christlichen Orient sehr verehrt. Er ist der „Vorläufer“ Christi (Griech.: prodromos). Er erscheint in der orthodoxen Tradition seit dem 13. Jahrhundert als geflügelter Asket und meist im Fellkleid. Die hier abgebildete syrische Ikone wird der Malschule von Aleppo zugeordnet. Ihre Maler aus dem 17. und 18. Jahrhundert waren oft gleichzeitig Priester, denn das Herstellen von Ikonen ist religiöse Praxis. Die Ikone zeigt die dramatische Geschichte der Enthauptung von Johannes dem Täufer beim Festmahl des Herodes.

Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Mehr Informationen zum Ikonenmuseum

Open – Design Week Frankfurt RheinMain
Open – Design Week Frankfurt RheinMain

Pop-Up-Ausstellung mit offenem Diskursformat
Hessen Design Competition 2025
Freitag, 5. Juni bis Sonntag, 7. Juni 2026

Hessen Design e.V. präsentiert die Gewinner:innen der Hessen Design Competition 2025 – eine neue Generation von Gestalter:innen, die mit ihren Arbeiten aktuelle gesellschaftliche, technologische und ökologische Fragestellungen adressieren. Die Pop-Up-Ausstellung im WDC-Hub versammelt interdisziplinäre Projekte aus Design, Forschung und angewandter Praxis. Sie zeigt Design als verbindende Disziplin zwischen Mensch, Technologie und Umwelt – und als Werkzeug für Transformation, Innovation und gesellschaftlichen Wandel. Besucher:innen erleben Projekte, die Design nicht nur als Formgebung verstehen, sondern als Haltung, Methode und wirksame Praxis.

Samstag, 6. Juni, 10–17 Uhr

Ergänzend zur Ausstellung Hessen Design Competition 2025 lädt Hessen Design e.V. zu einem offenen Diskursformat ein. In vier thematischen Blöcken diskutieren die Preisträger:innen gemeinsam mit Expert:innen zentrale Fragen der Gestaltung – präzise, zugespitzt und praxisnah.

Programm:

10 Uhr: Ausstellungseröffnung

11 Uhr: Start Agora-Format
Begrüßung: Christine Fehrenbach, Geschäftsführerin Hessen Design

11.15 Uhr: Block A: Haltung (Enes Pavlukovic)
Verantwortung und Krise – Warum Design jetzt zählt
Design übernimmt Verantwortung. In Zeiten multipler Krisen braucht es klare gestalterische Positionen.

12.15–13 Uhr: Pause

13 Uhr: Block B: Methode (Laurin Emmerich + Michaela Hartl & Milan Stein + Hans Väth)
Brücken bauen – Design als interdisziplinäre Praxis
Design agiert als verbindende Disziplin. Es übersetzt zwischen Akteur, Wissen und Systemen.

14.30 Uhr: Block C: Impact (Nina Jäcker)
Vom Entwurf zum Ökosystem – Design, das wirkt
Design entfaltet Wirkung auf systemischer Ebene. Es initiiert Prozesse und gestaltet nachhaltige Veränderungen.

15.15 Uhr: Pause

15.30 Uhr: Block D: Lernen (Prof. Mike Richter)
Ausbildung im Wandel – Design neu lernen
Designausbildung entwickelt sich weiter. Gefordert sind vernetzte, praxisnahe und wirkungsorientierte Lernansätze.

16.30 Uhr: Abschluss & Summary

Die Ausstellung und das Diskursformat machen sichtbar, wie die nächste Generation von Designer:innen denkt, arbeitet und Verantwortung übernimmt. Die Ausstellung steht für neue Perspektiven, interdisziplinäre Ansätze und die Frage, welche Rolle Design in der Gestaltung unserer Zukunft spielt.

Mehr Informationen unter WDC 2026

Falling in Love with all Genders

Pop-Up-Ausstellung mit Workshops, Vorträgen und Diskussionen
Falling in Love with all Genders
Dienstag, 9. Juni bis Donnerstag, 11. Juni 2026

Im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 lädt das international Gender Design Network e.V. (iGDN) zu drei Tagen rund um Gender und Design ein. Unter dem Titel Falling in Love with all Genders verbindet die Veranstaltung Ausstellung, Workshops, Vorträge und Diskussionen und macht sichtbar, wie vielfältig, gesellschaftlich relevant und interdisziplinär Gender Design heute ist.

Ausstellung

Vom 9. bis 11. Juni zeigt eine Pop-Up-Ausstellung im WDC-Hub eine Auswahl internationaler Projekte, die seit 2017 mit dem iphiGenia Gender Design Award ausgezeichnet wurden. Die präsentierten Arbeiten geben Einblicke in gendersensible Gestaltung aus unterschiedlichen Bereichen wie Kommunikation, digitale Systeme, Gesundheit, Bildung oder soziale Innovation.

Workshops

Ergänzend dazu finden am 9. und 11. Juni offene Workshops für Studierende, Designer:innen und alle Interessierten statt. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Perspektivwechsel und die Frage, wie Gestaltung gesellschaftliche Teilhabe fördern kann.

Dienstag, 9. Juni, 11–13.30 Uhr
Designing Care Futures: Wie gestalten wir gendersensible Gesundheitsprodukte?

In Medizin und Digital Health werden Produkte, Services und Informationen oft für vermeintlich neutrale Nutzer:innen gestaltet. Doch Körper, Symptome, Lebensrealitäten und Daten sind nicht neutral.

Der Workshop verbindet Gender und Design mit Fragen gendersensibler Medizin: Wie entstehen Biases in Gesundheitsprodukten? Welche Rolle spielen Sprache, Interfaces, Bilder, Daten und Beteiligung? Und wie könnte ein Entwicklungsprozess aussehen, der unterschiedliche Körper und Erfahrungen von Anfang an mitdenkt?
Nach einem kurzen Input entwickeln die Teilnehmenden in kleinen Gruppen Zukunftsszenarien und erste Kriterien für gendersensible Gesundheitsprodukte. Der Workshop richtet sich an Studierende, Designer:innen, Forschende, Praktiker:innen und alle, die sich für gerechtere Gestaltung im Gesundheitsbereich interessieren. Medizinisches Vorwissen ist nicht erforderlich.


Dienstag, 9. Juni, 14–16.30 Uhr
Design for Fair Futures: Wie setzen wir uns die richtigen Ziele?

Gesellschaftliches Engagement lebt von Energie, Überzeugung und Ehrenamt. Doch häufig sind Ziele entweder zu groß gefasst, um greifbar zu sein, oder zu klein, um etwas zu bewegen. Der Workshop verbindet strategisches Denken mit Fragen von Gerechtigkeit: Was wollen wir verändern und für wen? Wie können wir die angestrebte Wirkung so verstehen, dass sich daraus realistische und zugleich ambitionierte Ziele ableiten lassen? Welche Zwischenschritte führen dorthin? Und woran erkennen wir unterwegs, ob wir auf dem richtigen Weg sind?

Nach einem kurzen Input entwickeln die Teilnehmenden in kleinen Gruppen eigene Zielskizzen und konkrete nächste Schritte für ihre Themen. Der Workshop richtet sich an Initiativen in- und außerhalb der Hochschule, Ehrenamtliche, Aktivist:innen und alle, die ihr Engagement strategisch schärfen wollen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Donnerstag, 11. Juni, 14–16.30 Uhr
How to Gender Design

Methoden gendersensibler Gestaltung in der Praxis: In dem zweieinhalbstündigen Workshop beschäftigen wir uns mit den Grundlagen gendersensibler Gestaltung und der Frage, wie visuelle Kommunikation gesellschaftliche Vorstellungen von Identität, Körper und Geschlecht mitprägt. Gemeinsam analysieren wir Beispiele aus Design, und Markenkommunikation und diskutieren, welche gestalterischen Entscheidungen Sichtbarkeit erzeugen, stereotype Narrative reproduzieren oder alternative Perspektiven eröffnen können.

Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die praktische Anwendung: Welche Fragen sollten Gestalter:innen im Entwurfsprozess stellen? Mit welchen Methoden und Werkzeugen lässt sich gendersensibles Design konkret umsetzen? Und wie kann dieses Wissen sinnvoll in den eigenen Arbeitsalltag integriert werden? Der Workshop verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Strategien und richtet sich an alle, die gendersensible Gestaltung nicht nur verstehen, sondern aktiv in ihre gestalterische Praxis überführen möchten.

WDC-Campus-Dialogwerkstatt

Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist die große WDC-Campus-Dialogwerkstatt am Mittwoch, den 10. Juni. In Vorträgen, Panels und Diskussionen treffen internationale Perspektiven aus Design, Forschung, Medizin, Bildung und digitaler Entwicklung aufeinander. Die Veranstaltung zeigt Gender Design als wichtiges Querschnittsthema unserer Gegenwart und eröffnet neue Perspektiven auf Gestaltung, Technologie und gesellschaftlichen Wandel.

Mittwoch, 10. Juni, 12–18 Uhr

Die Dialogwerkstatt Falling in Love with all Genders bringt internationale Perspektiven aus Design, Forschung, Medizin, Bildung und Aktivismus zusammen. In Vorträgen, Book Releases, einem moderierten Panel und offenen Gesprächen wird sichtbar, wie vielfältig Gender Design heute ist: als gestalterische Praxis, als Forschungsperspektive, als Thema der Designlehre und als gesellschaftliche Verantwortung.

Das Programm spannt den Bogen von einer Einführung in Gender Design über Schule, Grafikdesign-Geschichte, digitale Systeme und KI bis hin zu gendersensibler Medizin, politischem Aktivismus und der Frage, wie Gender im Design gelehrt werden kann. Mit Beiträgen von Prof. Dr. Uta Brandes, Dr. Julia Pierzina, Prof. Dr. Petra Eisele, Prof. Dr. Isabel Naegele, Claudia Herling, Prof. Dr. Sabine Oertelt-Prigione, Catharina Dörr und Prof. Dr. Griselda Flesler sowie einem Panel mit Expert:innen aus Design, Medizin, Branding, Aktivismus und Forschung entsteht ein Raum für Austausch, Vernetzung und neue Perspektiven.

Ab 18 Uhr lädt ein Get-together zum informellen Austausch ein.

Mehr Informationen unter WDC 2026

How we learn best: Learning Sciences x Design

Workshop
How we learn best: Learning Sciences x Design
Donnerstag, 11. Juni, 10–11.30 Uhr

In der Reihe Designing Design Education der iF Design Foundation erscheint 2026 als Band 4 die Publikation: Learning Sciences / Lernwissenschaft. Darin werden gesicherte Erkenntnisse des internationalen Diskurses für die praktische Anwendung im Designstudium vorgestellt. Wer an dem Workshop teilnimmt, kann diese Impulse direkt auf sein (Design-) Studium anwenden, sowohl beim Lehren als auch beim Lernen. Auch für Design-Profis geeignet.

Mit Prof. Annette Diefenthaler (TU München), Prof. Dr. René Spitz (RH Köln).
In Zusammenarbeit mit iF Design Foundation.

Mehr Informationen unter WDC 2026

Form Follows Friendship

Pop-Up-Ausstellungseröffnung
Form Follows Friendship
Samstag, 13. Juni, 16–18 Uhr

Die Pop-Up-Ausstellung Form Follows Friendship im WDC-Hub zeigt, wie Gestaltung entsteht, wenn Zusammenarbeit selbst zum Entwurfsprinzip wird. Für die Ausstellung arbeiteten sechs junge Designer:innen aus Deutschland und den Niederlanden in drei binationalen Zweierteams zusammen und arbeiteten über mehrere Monate hinweg an gemeinsamen Projekten. Modelle wurden gebaut, ausgetauscht und weiterentwickelt. Gestaltung entstand durch Iteration, Dialog und praktisches Experimentieren.

Form Follows Friendship ist Teil der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026, initiiert vom German Design Council und dem diplomatischen Netzwerk des Königreichs der Niederlande, in Kooperation mit dem Creative Industries Fund NL und unterstützt von der Stiftung Deutsches Design Museum/Design Networking Hub.

Die Pop-Up-Ausstellung läuft vom 14. Juni bis 28. Juni 2026.

Mehr Informationen unter WDC 2026

Circular Design Nachwuchspreis

Preisverleihung
Circular Design 2025/2026
Samstag, 13. Juni, 18–20 Uhr

Der Kunstgewerbeverein Frankfurt am Main e.V. schreibt in Partnerschaft mit der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES), dem Arbeitskreis Start-ups der Polytechnischen Gesellschaft e.V. und im Rahmen der Initiative Frankfurt Next Generation den Nachwuchspreis Circular Design 2025/2026 aus. Der Nachwuchspreis ist Impulsgeber für gesellschaftlichen Wandel. Er fördert Themen wie Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Abfallvermeidung, Kreislauffähigkeit und unterstützt innovatives, experimentelles Denken und verantwortungsbewusstes Gestalten. Der Wettbewerb richtet sich an Studierende im Bereich Design und Kunsthandwerk sowie junge Designer:innen und Kunsthandwerker:innen im 1. bis 3. Berufsjahr aus Hessen.

Der Hauptpreis Nachwuchspreis Circular Design (Preisgeld: 3.500 Euro) zeichnet Arbeiten aus, die in Bezug auf Kreislaufwirtschaft, Material- und Materialverwertung, Recycling, Upcycling kreativ, innovativ und nachhaltig sind.

Der Sonderpreis Entrepreneurship Circular Design (Preisgeld: 1.500 Euro) würdigt konzeptuelle Überlegungen zur Gründung eines Start-ups, das die praktische Umsetzung einer entwickelten Designidee verfolgt.

Die feierliche Preisverleihung findet am Samstag, den 13. Juni um 18 Uhr im Kunstgewerbeverein, in der Historischen Villa Metzler des Museum Angewandte Kunst statt.

Mehr Informationen unter WDC 2026

Motion Creation Design

Workshop und Live-Performances mit Tänzer:innen des Hessischen Staatsballetts
Motion Creation Design
Sonntag, 14. Juni, 14.30–18 Uhr

Motion Creation Design widmet sich der dynamischen Interaktion von generativen KI-Systemen und dem menschlichen Körper in Bewegung. In diesem innovativen Ansatz fungiert die Künstliche Intelligenz als Schnittstelle, die vergangenes und gegenwärtiges Weltwissen in Echtzeit aufbereitet und durch kreative Bild- und Informationsassoziationen neu interpretiert. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie gestalten wir unsere Umwelt – Räume, Gegenstände, Bilder – und wie formen diese Dinge wiederum unsere Wahrnehmung, unser Handeln und unser Miteinander?

Tänzerische Bewegungen machen die transformative Kraft architektonischer Räume erlebbar und reflektieren sowohl die Anpassung als auch Veränderung von diesen an menschliche Bedürfnisse. Choreografie wird hierbei als Kommunikationsmittel eingesetzt, um Wissen kreativ zu interpretieren und menschliche Bewegung in visuelle Assoziationen zu übersetzen. In der Forschungsphase wird ein interaktives KI-System entwickelt und den Tänzer:innen in Workshops vermittelt. Parallel öffnet ein inklusiver, interdisziplinärer Workshop diesen Prozess für alle: Menschen unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen und körperlicher Voraussetzungen begegnen sich auf Augenhöhe. Gestaltung wird so als demokratischer Akt erfahrbar, bei dem Teilhabe, Sinnlichkeit und Dialog zentrale Rollen spielen.

Die Ergebnisse werden in einer Ausstellungsreihe in Museen der Rhein-Main-Region präsentiert, ergänzt durch Live-Performances mit Tänzer:innen des Hessischen Staatsballetts. Besucher:innen können aktiv am Gestaltungsprozess teilnehmen und in Echtzeit ihren Einfluss auf die sich entwickelnden Bildvisionen erleben.

Mehr Informationen unter WDC 2026

Credits:
1. Foto: Günzel/Rademacher © Museum Angewandte Kunst; 2. Foto: Museum Angewandte Kunst; 3. Foto: Ben Kuhlmann; 4. Foto: Golnar Kat Rahmani; 5. Foto: Ben Kuhlmann; 6. Foto: Junges Literaturhaus Frankfurt; 7. Foto: Ben Kuhlmann; 8. Johannes der Täufer, Syrien, Aleppo, 17./18. Jh., Eitempera auf Holz, 26,5 × 21,3 cm, Inv.-Nr. SMB 11274, Dauerleihgabe Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, Foto: Ikonenmuseum Frankfurt; 9. Foto: Ben Kuhlmann; 10. Foto: International Gender Design Network e.V.; 11. Foto: iF Design Foundation; 12. Foto: Lena Everding; 13. Foto: Kunstgewerbeverein Frankfurt; 14. Foto: Staatstheater Wiesbaden

Kontakt
Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

T +49 69 212 44539
info.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de
www.museumangewandtekunst.de
 
Öffnungszeiten
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Mi 10-20 Uhr

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