Pop-Up-Ausstellung mit Workshops, Vorträgen und Diskussionen
Falling in Love with all Genders
Dienstag, 9. Juni bis Donnerstag, 11. Juni 2026
Im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 lädt das international Gender Design Network e.V. (iGDN) zu drei Tagen rund um Gender und Design ein. Unter dem Titel Falling in Love with all Genders verbindet die Veranstaltung Ausstellung, Workshops, Vorträge und Diskussionen und macht sichtbar, wie vielfältig, gesellschaftlich relevant und interdisziplinär Gender Design heute ist.
Ausstellung
Vom 9. bis 11. Juni zeigt eine Pop-Up-Ausstellung im WDC-Hub eine Auswahl internationaler Projekte, die seit 2017 mit dem iphiGenia Gender Design Award ausgezeichnet wurden. Die präsentierten Arbeiten geben Einblicke in gendersensible Gestaltung aus unterschiedlichen Bereichen wie Kommunikation, digitale Systeme, Gesundheit, Bildung oder soziale Innovation.
Workshops
Ergänzend dazu finden am 9. und 11. Juni offene Workshops für Studierende, Designer:innen und alle Interessierten statt. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Perspektivwechsel und die Frage, wie Gestaltung gesellschaftliche Teilhabe fördern kann.
Dienstag, 9. Juni, 11–13.30 Uhr
Designing Care Futures: Wie gestalten wir gendersensible Gesundheitsprodukte?
In Medizin und Digital Health werden Produkte, Services und Informationen oft für vermeintlich neutrale Nutzer:innen gestaltet. Doch Körper, Symptome, Lebensrealitäten und Daten sind nicht neutral.
Der Workshop verbindet Gender und Design mit Fragen gendersensibler Medizin: Wie entstehen Biases in Gesundheitsprodukten? Welche Rolle spielen Sprache, Interfaces, Bilder, Daten und Beteiligung? Und wie könnte ein Entwicklungsprozess aussehen, der unterschiedliche Körper und Erfahrungen von Anfang an mitdenkt?
Nach einem kurzen Input entwickeln die Teilnehmenden in kleinen Gruppen Zukunftsszenarien und erste Kriterien für gendersensible Gesundheitsprodukte. Der Workshop richtet sich an Studierende, Designer:innen, Forschende, Praktiker:innen und alle, die sich für gerechtere Gestaltung im Gesundheitsbereich interessieren. Medizinisches Vorwissen ist nicht erforderlich.
Dienstag, 9. Juni, 14–16.30 Uhr
Design for Fair Futures: Wie setzen wir uns die richtigen Ziele?
Gesellschaftliches Engagement lebt von Energie, Überzeugung und Ehrenamt. Doch häufig sind Ziele entweder zu groß gefasst, um greifbar zu sein, oder zu klein, um etwas zu bewegen. Der Workshop verbindet strategisches Denken mit Fragen von Gerechtigkeit: Was wollen wir verändern und für wen? Wie können wir die angestrebte Wirkung so verstehen, dass sich daraus realistische und zugleich ambitionierte Ziele ableiten lassen? Welche Zwischenschritte führen dorthin? Und woran erkennen wir unterwegs, ob wir auf dem richtigen Weg sind?
Nach einem kurzen Input entwickeln die Teilnehmenden in kleinen Gruppen eigene Zielskizzen und konkrete nächste Schritte für ihre Themen. Der Workshop richtet sich an Initiativen in- und außerhalb der Hochschule, Ehrenamtliche, Aktivist:innen und alle, die ihr Engagement strategisch schärfen wollen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Donnerstag, 11. Juni, 14–16.30 Uhr
How to Gender Design
Methoden gendersensibler Gestaltung in der Praxis: In dem zweieinhalbstündigen Workshop beschäftigen wir uns mit den Grundlagen gendersensibler Gestaltung und der Frage, wie visuelle Kommunikation gesellschaftliche Vorstellungen von Identität, Körper und Geschlecht mitprägt. Gemeinsam analysieren wir Beispiele aus Design, und Markenkommunikation und diskutieren, welche gestalterischen Entscheidungen Sichtbarkeit erzeugen, stereotype Narrative reproduzieren oder alternative Perspektiven eröffnen können.
Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die praktische Anwendung: Welche Fragen sollten Gestalter:innen im Entwurfsprozess stellen? Mit welchen Methoden und Werkzeugen lässt sich gendersensibles Design konkret umsetzen? Und wie kann dieses Wissen sinnvoll in den eigenen Arbeitsalltag integriert werden? Der Workshop verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Strategien und richtet sich an alle, die gendersensible Gestaltung nicht nur verstehen, sondern aktiv in ihre gestalterische Praxis überführen möchten.
WDC-Campus-Dialogwerkstatt
Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist die große WDC-Campus-Dialogwerkstatt am Mittwoch, den 10. Juni. In Vorträgen, Panels und Diskussionen treffen internationale Perspektiven aus Design, Forschung, Medizin, Bildung und digitaler Entwicklung aufeinander. Die Veranstaltung zeigt Gender Design als wichtiges Querschnittsthema unserer Gegenwart und eröffnet neue Perspektiven auf Gestaltung, Technologie und gesellschaftlichen Wandel.
Mittwoch, 10. Juni, 12–18 Uhr
Die Dialogwerkstatt Falling in Love with all Genders bringt internationale Perspektiven aus Design, Forschung, Medizin, Bildung und Aktivismus zusammen. In Vorträgen, Book Releases, einem moderierten Panel und offenen Gesprächen wird sichtbar, wie vielfältig Gender Design heute ist: als gestalterische Praxis, als Forschungsperspektive, als Thema der Designlehre und als gesellschaftliche Verantwortung.
Das Programm spannt den Bogen von einer Einführung in Gender Design über Schule, Grafikdesign-Geschichte, digitale Systeme und KI bis hin zu gendersensibler Medizin, politischem Aktivismus und der Frage, wie Gender im Design gelehrt werden kann. Mit Beiträgen von Prof. Dr. Uta Brandes, Dr. Julia Pierzina, Prof. Dr. Petra Eisele, Prof. Dr. Isabel Naegele, Claudia Herling, Prof. Dr. Sabine Oertelt-Prigione, Catharina Dörr und Prof. Dr. Griselda Flesler sowie einem Panel mit Expert:innen aus Design, Medizin, Branding, Aktivismus und Forschung entsteht ein Raum für Austausch, Vernetzung und neue Perspektiven.
Ab 18 Uhr lädt ein Get-together zum informellen Austausch ein. Mehr Informationen unter WDC 2026 |