Einladung zur Ausstellungseröffnung
Im Modus der Serie. Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design
Do, 23. Juli 2026, 19 Uhr
Im Modus der Serie. Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design

Serien eröffnen ein Spiel der Nuancen und Differenzen; der Redundanzen und Wiederholungen. Jede begonnene Serie lässt sich durch ähnliche Gegenstände erweitern. Gegenstände, die im Modus der Serialität erdacht, erzeugt, rezipiert oder konsumiert werden, verweisen stets auf verwandte Gegenstände der gleichen Serie. Doch was genau macht die Serie zur Serie? Welche Bedeutung hat Serialität für die Gestaltung unserer Alltagswelten und an welchen Stellen erlaubt die Serie individuelle Anpassungen. Die Ausstellung Im Modus der Serie. Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design möchte neue Zugänge zum Themenfeld der Serialität anbieten. Es werden serielle Strategien und Verfahren in den Blick genommen, um Potentiale wie auch Grenzen von Serialität aufzuzeigen.

Die Ausstellung bietet einen geschichtlichen Abriss zur Serialität, deren Potentiale sich im Maßstab der Stadt, des baulichen Objekts und der Baukomponenten entfalten konnten. Während 20 Fallstudien zu herausragenden Beispielen im Bauen anhand von Bildern, Plänen und Modellen dem Publikum zugänglich gemacht werden, zeigen sieben Studien die Auseinandersetzung mit dem Thema im Bereich des Produkt-, Kommunikations- und Interieurdesigns. Besucher:innen können so einerseits Erfindungen, Produktinnovationen und Herstellungsverfahren, die in ihrer Gesamtschau technikgeschichtliche Entwicklungslinien nachvollziehbar machen, und andererseits aktuelle kritische Auseinandersetzungen im Bereich des Designs entdecken.

Die Ausstellung wird von Prof. Axel Sowa kuratiert, der von Florian Eschner und dem Team des Lehr- und Forschungsgebiets Architekturtheorie und Studierenden der RWTH Aachen University unterstützt wird. Sie entsteht in Kooperation mit Studierenden der HfG Offenbach unter Leitung von Prof. Matthias Wagner K. Prof. Norbert Hanenberg hat mit Studierenden der TH Gießen zur Entwicklung der Ausstellungsmöbel beigetragen.

Die Ausstellung wird gefördert von der Wüstenrot Stiftung, der Else Kröner Fresenius Stiftung, dem Informationszentrum Beton, der B&O Bau GmbH und der RWTH Aachen University.

Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung von Im Modus der Serie. Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design mit anschließender Auftaktdiskussion am Donnerstag, den 23. Juli 2026, ab 19 Uhr im Museum Angewandte Kunst ein.

Begleitprogramm zur Ausstellung
Veranstaltungen
Im Modus der Serie. Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design

Heute begegnet uns der Begriff der Serialität erneut als politisches Versprechen. Serialität soll – das zeigt die aktuelle Debatte zum Wohnungsbau – Herstellungsprozesse beschleunigen, Verfahren vereinfachen und Kosten dämpfen. Serialität soll nachhaltige Baukomponenten in hohen Stückzahlen bereitstellen. Modelle, Module und Prototypen stehen schon bereit. Wann werden sie in Serie gehen? Bevor die Produktion hochgefahren wird, möchten wir innehalten und fragen: Was genau ist mit dem neuen Appell zur Serialität gemeint? Was bedeutet Serialität im Hinblick auf ethische und ästhetische Fragen?

Um diesen und weiteren Fragen Raum zu bieten, lädt die Frankfurter Stiftung urban future forum e.V. als Initiator und Ideengeber der Ausstellung zu mehreren begleitenden Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen ein: den Serienparlamenten. Die verschiedenen Serienparlamente sind jeweils einem übergreifendem Themenblock gewidmet und laden Architekt:innen, Designer:innen, Hersteller:innen, Politiker:innen und Bürger:innen dazu ein, ihre Gedanken und Positionen zu serieller Planung und Produktion vorzustellen und mit dem Publikum zu diskutieren. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie es gelingen kann, den (vermeintlichen) Widerspruch zwischen Seriengestaltung und guter Gestaltung aufzulösen und anhand von Beispielen zu belegen, dass Qualität mit den Mitteln industrieller Verfertigung vereinbar ist.

Die Veranstaltungen bedürfen keiner Anmeldung.

Auftakt-Diskussion im Rahmen der Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 23. Juli, 19 Uhr

Moderation:
Prof. Helmut Kleine-Kraneburg, Stiftung urban future forum e.V., Frankfurt am Main

Gäste:
Dr. Kraemer-Zain, Leiterin des Referats BII4, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Berlin
Ines Fröhlich, Staatssekretärin Hess. Wirtschaftsministerium, Wiesbaden
Dr. Matthias Alexander, Frankfurter Allgemeine Zeitung

1. Serienparlament
Mittwoch, 12. August, 18–21 Uhr
Bauen mit vorgefertigten Komponenten aus Beton

Moderation:
Günseli Güler, Stiftung urban future forum e.V., Frankfurt am Main

Gäste:
Prof. Silke Langenberg, ETH Zürich
Prof. Angelika Mettke, Uni Cottbus
Prof. Manfred Grohmann, Bollinger & Grohmann Ingenieure, Berlin
Julian Biermann, Informationszentrum Beton, Berlin
Anja Knura, Firma Goldbeck, Bielefeld

2. Serienparlament
Mittwoch, 2. September, 18–21 Uhr
Bauen mit vorgefertigten Komponenten aus Lehm und Stein

Moderation:
Prof. Helmut Kleine-Kraneburg, Stiftung urban future forum e.V., Frankfurt am Main

Gäste:
Prof. Wilfried Kuehn, TU Wien, Kuehn Malvezzi, Berlin
Martin Rauch, Rankweil
Prof. Laurens Bekemans, RWTH Aachen und BC Architects
Hermann Graser, Bamberger Natursteinwerk, Bamberg

3. Serienparlament
Mittwoch, 30. September, 18–21 Uhr
Bauen mit vorgefertigten Komponenten aus Holz und Metall

Moderation:
Jens Jakob Happ, Stiftung urban future forum e.V., Frankfurt am Main

Gäste:
Louisa Hutton, Sauerbruch Hutton Architekten, Berlin
Milena Karanesheva, Karawitz Architekten, Paris
Andreas Krawczyk, NKBAK Architekten, Frankfurt am Main
Prof. Herrmann Kaufmann
Dr. Manfred Sennff, Kaufmann Bausysteme GmbH, Reuthe, Österreich
Ernst Böhm, B&O Gruppe, Bad Aibling
Ernest Pacarada, Pacarada Group, Kelkheim

Finissage
Sonntag, 18. Oktober, 19 Uhr

Mit Max Dudler, Architekt; Daniela Matha, ABG Holding und Carolina Romahn, WDC 2026.


Führungen
Im Modus der Serie. Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design

Die öffentlichen Führungen bedürfen keiner Anmeldung und sind im Eintrittspreis inbegriffen. Die Spotlight-Führungen im Rahmen des Museumsuferfestes sind im Museumsuferfest-Ticket enthalten.

Mittwoch, 12. August, 16.30–17.30 Uhr
Öffentliche Kuratorenführung mit dem Kurator Prof. Axel Sowa

Mittwoch, 19. August, 18.30–19.30 Uhr
Öffentliche Führung

Sonntag, 23. August, 15–16 Uhr
Öffentliche Führung

Samstag, 29. August, 16–16.30 Uhr
Spotlight-Führung im Rahmen des Museumsuferfestes

Sonntag, 30. August, 16–16.30 Uhr
Spotlight-Führung im Rahmen des Museumsuferfestes

Mittwoch, 2. September, 16.30–17.30 Uhr
Öffentliche Führung

Mittwoch, 16. September, 18.30–19.30 Uhr
Öffentliche Führung

Mittwoch, 23. September, 18.30–19.30 Uhr
Öffentliche Führung

Sonntag, 27. September, 15–16 Uhr
Öffentliche Führung


Workshops für Erwachsene
Workshop für Erwachsene

Samstag, 5. September, 11–14 Uhr
Drucken in Serie: Vom Prototyp zum unendlichen Muster
Druckgrafik gehört zu den klassischen seriellen Produktionsverfahren. Ein Druckstock bleibt identisch, trotzdem entstehen mit jedem Druck neue Möglichkeiten durch Farbe, Drehung, Überlagerung oder Rhythmus. Der Workshop zeigt, wie aus einem einzigen Element komplexe Bildsysteme entstehen.
Kosten: 30 Euro (inkl. Museumseintritt)
Infos und Voranmeldung unter create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de.

Samstag, 10. Oktober, 11–14 Uhr
Fliesen formen und gestalten – Keramik als Baukasten der Architektur
Die Fliese gehört zu den ältesten seriell produzierten Bauelementen überhaupt. Ein einzelnes Modul besitzt kaum Wirkung – erst in der Wiederholung entsteht Wand, Boden oder Fassade. Gleichzeitig erzeugen kleinste Veränderungen lebendige Muster. Die Teilnehmenden untersuchen, wie viel Individualität eine Serie verträgt und wann aus Variation ein neues System wird.
Kosten: 30 Euro (inkl. Museumseintritt)
Infos und Voranmeldung unter create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de.

Credits
1. Grafik: Florian Eschner; 2. Nikita Chruschtschow vor einem Plattenbaumodell auf der Berliner Baumesse 1957, © Foto: IRS Erkner/Wiss. Sammlungen, Dokumentation Stalinallee; 3. Aufbau des Hauses der Familie Prouvé aus seriell produzierten Metallkomponenten, © Foto: Sammlung des Centre Georges Pompidou / VG Bildkunst; 4. Foto: Günzel/Rademacher © Museum Angewandte Kunst.

Kontakt
Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

T +49 69 212 44539
info.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de
www.museumangewandtekunst.de
 
Öffnungszeiten
Mo geschlossen
Di, Do-So 10-18 Uhr
Mi 10-20 Uhr

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