Heute begegnet uns der Begriff der Serialität erneut als politisches Versprechen. Serialität soll – das zeigt die aktuelle Debatte zum Wohnungsbau – Herstellungsprozesse beschleunigen, Verfahren vereinfachen und Kosten dämpfen. Serialität soll nachhaltige Baukomponenten in hohen Stückzahlen bereitstellen. Modelle, Module und Prototypen stehen schon bereit. Wann werden sie in Serie gehen? Bevor die Produktion hochgefahren wird, möchten wir innehalten und fragen: Was genau ist mit dem neuen Appell zur Serialität gemeint? Was bedeutet Serialität im Hinblick auf ethische und ästhetische Fragen?
Um diesen und weiteren Fragen Raum zu bieten, lädt die Frankfurter Stiftung urban future forum e.V. als Initiator und Ideengeber der Ausstellung zu mehreren begleitenden Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen ein: den Serienparlamenten. Die verschiedenen Serienparlamente sind jeweils einem übergreifendem Themenblock gewidmet und laden Architekt:innen, Designer:innen, Hersteller:innen, Politiker:innen und Bürger:innen dazu ein, ihre Gedanken und Positionen zu serieller Planung und Produktion vorzustellen und mit dem Publikum zu diskutieren. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie es gelingen kann, den (vermeintlichen) Widerspruch zwischen Seriengestaltung und guter Gestaltung aufzulösen und anhand von Beispielen zu belegen, dass Qualität mit den Mitteln industrieller Verfertigung vereinbar ist.
Die Veranstaltungen bedürfen keiner Anmeldung.
Auftakt-Diskussion im Rahmen der Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 23. Juli, 19 Uhr
Moderation:
Prof. Helmut Kleine-Kraneburg, Stiftung urban future forum e.V., Frankfurt am Main
Gäste:
Dr. Kraemer-Zain, Leiterin des Referats BII4, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Berlin
Ines Fröhlich, Staatssekretärin Hess. Wirtschaftsministerium, Wiesbaden
Dr. Matthias Alexander, Frankfurter Allgemeine Zeitung
1. Serienparlament
Mittwoch, 12. August, 18–21 Uhr
Bauen mit vorgefertigten Komponenten aus Beton
Moderation:
Günseli Güler, Stiftung urban future forum e.V., Frankfurt am Main
Gäste:
Prof. Silke Langenberg, ETH Zürich
Prof. Angelika Mettke, Uni Cottbus
Prof. Manfred Grohmann, Bollinger & Grohmann Ingenieure, Berlin
Julian Biermann, Informationszentrum Beton, Berlin
Anja Knura, Firma Goldbeck, Bielefeld
2. Serienparlament
Mittwoch, 2. September, 18–21 Uhr
Bauen mit vorgefertigten Komponenten aus Lehm und Stein
Moderation:
Prof. Helmut Kleine-Kraneburg, Stiftung urban future forum e.V., Frankfurt am Main
Gäste:
Prof. Wilfried Kuehn, TU Wien, Kuehn Malvezzi, Berlin
Martin Rauch, Rankweil
Prof. Laurens Bekemans, RWTH Aachen und BC Architects
Hermann Graser, Bamberger Natursteinwerk, Bamberg
3. Serienparlament
Mittwoch, 30. September, 18–21 Uhr
Bauen mit vorgefertigten Komponenten aus Holz und Metall
Moderation:
Jens Jakob Happ, Stiftung urban future forum e.V., Frankfurt am Main
Gäste:
Louisa Hutton, Sauerbruch Hutton Architekten, Berlin
Milena Karanesheva, Karawitz Architekten, Paris
Andreas Krawczyk, NKBAK Architekten, Frankfurt am Main
Prof. Herrmann Kaufmann
Dr. Manfred Sennff, Kaufmann Bausysteme GmbH, Reuthe, Österreich
Ernst Böhm, B&O Gruppe, Bad Aibling
Ernest Pacarada, Pacarada Group, Kelkheim
Finissage
Sonntag, 18. Oktober, 19 Uhr
Mit Max Dudler, Architekt; Daniela Matha, ABG Holding und Carolina Romahn, WDC 2026. |