Einladung zur Ausstellungseröffnung und zum WDC-Campus-Festival
WDC-Campus: dreams, ideas & prototypes
Fr, 3. Juli, ab 14 Uhr
WDC-Campus. dreams, ideas & prototypes

Der WDC-Campus ist das Zukunftsprojekt der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 und verwandelt das Museum Angewandte Kunst in ein lebendiges Schaufenster junger Gestaltung und Forschung – sowohl aus Hessen und der Region Frankfurt RheinMain, als auch von nationalen und internationalen Hochschulen. Studierende, Lehrende und Start-ups aus den Bereichen Design, Architektur, Kunst und Wissenschaft präsentieren interdisziplinäre Projekte, die sich mit den zentralen Fragen unserer Zeit auseinandersetzen. Im Fokus stehen Themen, die unser tägliches Leben prägen: öffentliche Räume, Gesundheit, Bildung, neue Formen des Zusammenlebens sowie verantwortungsvoller Konsum und technologische Innovationen mit dem Ziel der Stärkung der Demokratie.

Herzstück ist die Ausstellung dreams, ideas & prototypes, die am 3. Juli mit einem dreitägigen Festival eröffnet wird und bis zum 9. August zu sehen ist. Die Ausstellung zeigt, wie kreative und wissenschaftliche Ansätze zusammenwirken, um gesellschaftliche Herausforderungen zu verstehen und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Die umfangreiche Ausstellung präsentiert auf über 1.200 m² im Museum Angewandte Kunst sowie in den Außenbereichen über 100 Arbeiten junger Talente aus Design und Architektur sowie von Forschenden aus anderen Disziplinen. Ein besonderer Fokus liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit diverser Fachrichtungen.

Projekte von Studierenden, Hochschulen und internationalen Institutionen bilden den Corpus der Ausstellung. Darunter sind eigens für die Ausstellung entwickelte Projekte der teilnehmenden Partnerhochschulen sowie von nationalen und internationalen Bildungseinrichtungen. Erstmalig werden zudem preisgekrönte Arbeiten der renommiertesten Design-Awards für junge Designer:innen unter einem Dach ausgestellt.

Abgerundet wird die Schau durch thematische Ausstellungsbereiche, in denen Arbeiten von Studierenden mit Projekten etablierter Designer:innen in Dialog treten. Zu den Beteiligten zählen unter anderem Ineke Hans, Tobias Trübenbacher, Andreas Mühlenbehrend, Nico Munkler und Sebastian Oschatz sowie Peter Eckart und Kai Vöckler. Die Projekte widmen sich Themen wie Künstlicher Intelligenz, multimodaler Mobilität, Medizintechnik oder biobasierten Baumaterialien. Dabei wird sichtbar, wie Ideen aus dem Studium weiterentwickelt, in die Praxis überführt und zu konkreten Beiträgen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen werden können.

Kuratorinnen: Julia Klass und Corinna Gratzl

Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung von WDC-Campus: dreams, ideas & prototypes am Freitag, 3. Juli 2026, um 19 Uhr ins Museum Angewandte Kunst ein.

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WDC-Campus-Festival
Fr, 3. Juli bis So, 5. Juli
WDC-Campus-Festival

Zum Auftakt der Ausstellung verwandelt der WDC-Campus das Museum Angewandte Kunst und den Metzlerpark vom 3. bis 5. Juli 2026 in einen Ort für Begegnung, Diskussion und Austausch. Mit Musik, künstlerischen Interventionen, Lectures, Workshops und Panels eröffnet das Festival vielfältige Zugänge zu den Themen der Ausstellung und lädt Besucher:innen dazu ein, Zukunftsfragen gemeinsam zu erkunden.

Freitag, 3. Juli 2026
Opening Day
dreams – die Kraft der Visionen

Ab 14 Uhr: Soft Opening im Museum Angewandte Kunst und im angrenzenden Metzlerpark.
Mit musikalischer Begleitung durch das Musik-Kollektiv HFG Radio: Entspannter Live-Mix aus Jazz, Beat und Funk den ganzen Nachmittag.

15 Uhr: „We’ve made it“
Get together der Macher:innen, Aussteller:innen und Partner:innen.

16–17.30 Uhr: Die Sichtbarkeit junger Gestalter:innen
Wie funktionieren Design-Awards? Wo sind ihre Grenzen und warum sind sie wichtig für die Sichtbarkeit junger Gestalter:innen?
Panel mit Vertreter:innen von sieben verschiedenen Design-Awards.

17.30 Uhr: Performance von Studierenden von Prof. Kerstin Cmelka, Hochschule für Gestaltung Offenbach.

17.45 Uhr: Hochschul-Preview
Treffen der Vertreter:innen zahlreicher Hochschulen aus Hessen; von Studierenden, Präsident:innen und allen dazwischen.

19 Uhr: Ausstellungseröffnung
Begrüßung durch das WDC-Campus -Team und durch Timon Gremmels, Hessischer Staatsminister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.
WDC-Talk mit Carolina Romahn, CEO World Design Capital FrankfurtRheinMain 2026; Dorothée Bolade, Membership Engagement Manager, World Design Organisation; Dr. Ina Hartwig, Stadträtin und Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Frankfurt am Main und Prof. Roland Lambrette, Design FRM gGmbH, WDC-Campus.

Ab 20 Uhr: Gemeinsame Erstbegehung der Ausstellungsräume und des Parks
Zahlreiche Urheber:innen der Projekte stehen zur Erläuterung ihrer Exponate in der Ausstellung bereit.

20.30–22 Uhr: Campus Summer Evening
Bar und Köstlichkeiten des Restaurants Emma Metzler.
Sound-Performance der Studierenden von Prof. Florian Käppler, Hochschule für Musik Trossingen mit Dancefloor.

Samstag, 4. Juli 2026
Networking Day
ideas – Austausch als Motor für Veränderung

10 Uhr: Präsentation des Hessische Kreativwirtschaftsberichts 2025 auf dem WDC-Campus mit Grußwort des WDC-Campus.

10.10 Uhr: Grußwort durch die Hessen Agentur. Präsentation des Designs und der Inhalte zur Kreativökonomie. Reden vom Hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum und Vize-Ministerpräsident Kaweh Mansoori sowie von Firmenvertreter:innen.

13.50–19 Uhr: Zwölf Kurzpräsentationen (je 20 Minuten) von Studierenden, Professor:innen der Partnerhochschulen sowie Partnern mit anschließender Diskussion.

14–17 Uhr: Campusfilm 1.0
Mit ausgewählten Kurzfilmen zu den Themen dreams, ideas & prototypes.

18–21 Uhr: Campusfilm 2.0
Mit ausgewählten Kurzfilmen zu den Themen dreams, ideas & prototypes.

20–22.30 Uhr: Campus Summer Evening
Bar, DJ-Musik und Live Musik.

Sonntag, 5. Juli 2026
Perspectives Day
prototypes – Ideen werden Wirklichkeit

11–13 Uhr: Acht Kurzpräsentationen (15-20 Minuten) von Studierenden und Professor:innen

14–18 Uhr: Was können wir tun? Was müssen wir ändern?

1. Workshop: Was muss in den Hochschule demokratisiert werden. Was nicht? Wie sollte Partizipation an der Hochschul-Führung in Zeiten schrumpfender Studierendenzahlen und sinkender Budgets aussehen? Wie kann Design hier helfen?

2. Workshop: Wie lassen sich die Hochschulen möglichst nahtlos und langfristig mit Innovationstreibern in Wirtschaft und Forschung verbinden?
(Maximal 15 Teilnehmer:innen)

3. Workshop: Wie könnten Seminarthemen aussehen, die die Sustainability Goals der UN in das Curriculum holen, welche Gastdozenten sind dazu nötig? (Maximal 15 Teilnehmer:innen)

18.30 Uhr: Closing Event mit Rückblick auf die drei vergangenen Festival-Tage.

WDC-Campus-Dialogwerkstätten
WDC-Campus-Dialogwerkstatt

Die Dialogwerkstätten des WDC-Campus bieten eine Plattform für Austausch, Reflexion und gemeinsames Lernen in Form von Vorträgen, Panels, Workshops, Exkursionen und Aktionen. Die Dialogwerkstätten finden seit dem 22. April 2026 immer mittwochs und in deutscher Sprache statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt über die jeweils hinterlegten Links.

Mittwoch, 1. Juli, 14–20 Uhr
Democratic Tableware

Wie lassen sich Verhandlungen gestalten? Das Projekt Democratic Tableware untersucht, wie Design Gespräche, Entscheidungsprozesse und Konfliktlösungen unterstützen kann. In der Praxis sind Verhandlungen häufig von Missverständnissen, Ungleichgewichten oder Konflikten geprägt. Zeitdruck, unterschiedliche Interessen, verschiedene Informationsstände oder persönliche Vorurteile können dazu führen, dass Gespräche scheitern. Gleichzeitig lebt Demokratie sowohl von der kontroversen Auseinandersetzung als auch von der Fähigkeit, gemeinsame Lösungen zu entwickeln.

Die im Projekt entwickelten Objekte setzen genau hier an. Sie untersuchen, wie physische Artefakte Kommunikationsprozesse strukturieren, sichtbar machen oder moderieren können. Dabei geht es nicht nur um Sprache als zentrales Medium demokratischer Aushandlung. Auch der Körper spielt eine wichtige Rolle: Gesten, Bewegungen, Haltungen und räumliche Beziehungen beeinflussen, wie Menschen miteinander kommunizieren und Entscheidungen treffen.

Ausgehend von Erkenntnissen der Embodiment-Forschung experimentieren die Objekte mit körperlichen, visuellen und haptischen Elementen. Durch diese Gestaltungsmittel entstehen neue Formen multimodaler Verhandlungssituationen, die mehrere Sinne einbeziehen und alternative Wege der Beteiligung eröffnen. Die entwickelten Objekte verstehen sich als Werkzeuge, die helfen können, kommunikative Hürden sichtbar zu machen und Verhandlungen produktiver zu gestalten.

WDC-Campus in Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Universität Weimar.

Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026

Mittwoch, 8. Juli, 14–20 Uhr
Designing Design Education

Prof. Dr. René Spitz stellt die Reihe Designing Design Education der iF-Foundation vor, ein flexibles Rahmenwerk zur Neuausrichtung der Designausbildung. Es thematisiert die Balance zwischen analogen und digitalen Kompetenzen, Re-Politisierung des Designs, interdisziplinäre und interkulturelle Zusammenarbeit sowie den gesellschaftlichen Auftrag von Gestaltung. Vorgestellt werden Band 4, ergänzende Workshops, Vorträge und ein Panel.

Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026

Mittwoch, 15. Juli, 11–20 Uhr
MEER Demokratie. Social Design auf und mit dem Meer

Die Okeanos Foundation hat eine Methode entwickelt, um während eines Segeltörns kooperatives Miteinander und kollektive Teamarbeit zu vermitteln. Unsere Lebensqualität und die weitere Entwicklung der Demokratie entscheidet sich nicht zuletzt durch den Erhalt der Ökosysteme – grundlegend getragen durch den weltumspannenden Ozean. Wie wir vom Main aus das Meer und dessen Anforderung an uns im Blick behalten, vermitteln Design-Studierende der Hochschule Darmstadt, begleitet von greenD und unterstützt von der Okeanos Stiftung. Sie entwickeln und erproben neue nachhaltige, kooperative und selbstwirksame Formen des Zusammenlebens und werden diese im WDC-Campus erfahrbar machen.

Programm:

11–15 Uhr: Summer Camp im Museum
Wie weit schwimmt die Flasche, die im Main landet?
Designworkshop für Schülerinnen und Schüler ab 10 Jahren
Wie beeinflussen wir von Frankfurt aus das Meer und das Meer uns und unser Zusammenleben. Durch Design nehmen wir Euch mit aufs Wasser. Gemeinsam stellen wir Fragen und gestalten wir Antworten.

18–20 Uhr: Workshop und Diskussion
Social Design auf und mit dem Meer
Mit Dipl. Designer Kurt Friedrich (greenD), Dipl. Szenografin Josephine Gerhardt (greenD), Jana Steingässer (Okeanos), Paul Abendschein, Miriam Josephine Benders, Elias Khater, Fabianna Manthey, Emi Reidelbacher und Prof. Dr. Gesa Foken (Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt)

Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026

Mittwoch, 22. Juli, 11–20 Uhr
CorpseCraft Nr. 6–7 – Bauhaus Future Fiction

Dieser Workshop demonstriert die Design-Thinking-Methodik in drei Phasen. Unter Prof. Markus Weisbeck und Vera Kunz entwickeln Studierende in drei Phasen Design-Thinking-Prozesse von individuellen Ansätzen zu kollektiven Ergebnissen. Visuelle Experimente, Austausch und Teamarbeit führen zu Werken mit gemeinsamer Autorenschaft und zeigen Design als offenen Prozess der Zukunftsgestaltung.

Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026

Mittwoch, 29 Juli, 13–19 Uhr
Im Zoo: Bewegungsräume für ein Gemeinschaftserlebnis

Seit 168 Jahren prägt der Zoo Frankfurt die Stadtlandschaft und ist eine Oase lebendiger Vielfalt. Das traditionsreiche Zentrum für Natur- und Artenschutz wird modernisiert. Den Auftakt bildet das neue Afrika-Areal, das zu einer Reise durch die Serengeti einlädt. Das geplante Savannen-Areal im Zoo Frankfurt umfasst ein Tierhaus und ein etwa 24.000 m² großes Außenareal. Unterschiedliche Arten werden dort, wo möglich, gemeinsam gehalten. Auf einer Wegstrecke von über 1.000 m führen die Pfade zu Flusspferden, Giraffen, Flamingos und weiteren Tieren.

Der Besucherbereich eines Zoos erfüllt viele Aufgaben. Bei Gestaltung und Ausstattung werden Aspekte wie intensives Tiererlebnis, Aufenthaltsqualität für Einzelpersonen und Gruppen, Barrierefreiheit, Klima, Bildung, Information und Möblierung berücksichtigt. Durch ein immersives Zoodesign werden die Lebensräume von Tieren und Besucherinnen optisch miteinander verbunden. Menschen bewegen sich auf klar begrenzten Wegen mitten durch die neuen Lebensräume, der Weg wird dabei zum zentralen architektonischen Element: Er steuert die Bewegung, schafft Blickbeziehungen und ermöglicht vielfältige Begegnungen zwischen Menschen und Tieren.

In Kooperation mit der Hochschule Mainz, Fachbereich Architektur, wurde dieses Thema als Aufgabenstellung umgesetzt.

Programm:

Ab 13 Uhr zeigt eine Ausstellung die Ergebnisse der Zusammenarbeit und gibt Einblicke in den Masterplan ZOOKUNFT2030+ des Zoos Frankfurt.

Um 17 Uhr folgt eine Podiumsdiskussion: Studierende, Zoovertreter und Zooplanende diskutieren die Komplexität des Bauens in zoologischen Einrichtungen.

Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026

Mittwoch, 5. August, 13–18.30 Uhr
Die demokratische Frankfurter Jacke

Hat Kleidung Einfluss auf unsere Haltung und unser Handeln? Kann demokratisches Handeln durch Kleidung begünstigt werden?
Gemeinsam mit interessierten Menschen führen Kostümdirektor Markus Maas, Prof. Ilona Kötter (Mode) und Dr. Klaus Harnack (Psychologie) ein partizipatives Gestaltungs- und Erfahrungsformat durch, in dem erkundet und zugleich praktisch erlebbar gemacht wird, wie Kleidung Handeln und Haltung beeinflusst.

Ausgehend von einem einführenden Impuls zur Idee eines demokratischen Kleidungsstückes folgen gemeinsame Erfahrungs- und Erprobungsphasen zur Wirkung von Kleidung. Im darauffolgenden Syntheseschritt werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengeführt und die Säulen zur Entwicklung eines demokratischen Kleidungsstückes in Form eines Vertrages manifestiert. Die so gewonnenen Erkenntnisse fließen in erste Entwürfe und Konzepte für die Frankfurter Jacke.

Ziel ist es, tragbare Ansätze zu entwickeln, die Partizipationshürden senken, Empathie und Perspektivübernahme fördern, Positionen sichtbar machen und konstruktive Interaktion unterstützen. Der fortlaufende Prozess soll dabei nicht nur Demokratie greifbarer machen, sondern durch kollektive liberale Gestaltung eine Frankfurter Jacke hervorbringen. Ein perfektes Projekt an der Schnittstelle von Design, Psychologie und politischer Haltung.

Mehr Informationen und Anmeldung unter: WDC 2026

Credits
1. Grafik: WDC-Campus, Foto: Kerstin Weiser; 2.; 3. Foto: Ben Kuhlmann

Kontakt
Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

T +49 69 212 44539
info.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de
www.museumangewandtekunst.de
 
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