PresseAdler, Orden, Wahlurne Redesigning Democratic Representation

28. August 2026 – 21. Februar 2027

Grafik: Gihong "Kiki" Park

Design und Architektur haben schon immer dabei geholfen, gesellschaftliche Vorstellungen sichtbar und diskutierbar zu machen. Statt jedoch – wie es historisch oft geschah – auf große, monumentale Gesten zu setzen oder sich umgekehrt in kleinen Nischenprojekten zu erschöpfen, verfolgt das Forschungs- und Gestaltungsprojekt Re-De-Re (Redesigning Democratic Representation) einen dritten, unaufgeregteren Ansatz: die gestalterische Auseinandersetzung mit einzelnen, sehr konkreten Objekten unserer demokratischen Repräsentation.

Drei davon stehen im Zentrum der Ausstellung Adler, Orden, Wahlurne. Die Wahlurne, in vielen Kommunen bis heute eine schlichte, zweckentfremdete Mülltonne – praktisch, aber der Feierlichkeit des Wahlakts kaum angemessen. Der Bundesadler, dessen symbolische Bedeutung als Raubvogel auf eine Zeit weit vor der Demokratie zurückgeht. Und das Bundesverdienstkreuz, mit dem der Staat bürgerschaftliches Engagement ehrt, dessen Form aber stark von christlicher Symbolik und vor allem von militärischer Tradition geprägt ist. Ausgehend von diesen drei Beispielen haben Gestalter:innen neue Entwürfe entwickelt, die zeitgemäßer und offener gedacht sind. Die Ausstellung möchte zeigen, dass Demokratie nicht nur verwaltet, sondern auch gestaltet wird – und lädt dazu ein, sich diesen Gestaltungsprozess gemeinsam anzueignen.

Re-De-Re ist ein Projekt der Hochschule für bildende Künste Hamburg und der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, gefördert durch die VolkswagenStiftung.

Pressemitteilung

Kurator: Friedrich von Borries

Ausstellungsgestaltung: Friedrich von Borries und Philipp Cartier

Ausstellungsgrafik: Gihong “Kiki” Park

Wissenschaftliches Team: Sven T. Siefken, Friedrich von Borries, Juliane Baruck, Philipp Cartier

Beteiligte Künstler:innen und Designer:innen:
Rozbeh Asmani, Uri Barnea, Moritz Bendl, Nehora Chajes, Maciej Chmara, Kadijatou Dahaba, Neta Magda Dror, Petra Esveld, Kane Tank, Agata Germain, Gestaltungszentrale Politik, Santiago Gomez, Esra Gülmen, Juan Guse, Jianping He, Jarek Kozakiewicz, Nadine Kolodziey, Pauli Muszi, Itay Noy, Ingo Offermanns, Krzysztof Oleksiak, Stanislaw Orlowski, Daniel Afriyie Owusu, Oxa, Haim Parzon, Peter Post, Emma Rahe, Anna Rosinke, Kaj Schlicht


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