PresseIkonen auf dem Weg Schätze aus dem Bode-Museum Berlin

13. Mai – 30. August 2026

Collage aus drei verschiedenen Ikonengemälden mit Darstellungen aus dem Leben und Wirken Jesus Christus.
Grafik: Jasmin Kress

Die erste Sonderausstellung im Ikonenmuseum seit seiner Neueinrichtung würdigt die fast 30-jährige Zusammenarbeit des Museums mit dem Bode-Museum Berlin (Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst). Inmitten der Dauerausstellung präsentiert sie ausgesuchte Ikonen der postbyzantinischen Epoche aus der Sammlung des Bode-Museums, die seit 1999 als Dauerleihgaben im Ikonenmuseum, Frankfurt a.M. waren. Dabei treten die sehr fein gearbeiteten, vorwiegend kleinformatigen Ikonen der Muttergottes, von Leben und Passion Jesu Christi und ausgewählter Heiliger, die der Verehrung im Privaten dienten, in einen Dialog mit den oft aus kirchlichen Kontexten stammenden, dauerhaft ausgestellten Ikonen im Ausstellungsraum.

Die Ikonen der bereits seit 1821 zusammengetragenen Berliner Sammlung stammen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert und wurden in Russland, Griechenland, Italien, dem Balkan wie auch Syrien und Ägypten gefertigt. Sie haben besonders lange und stationenreiche Wege zurückgelegt, bis sie ihren Weg in die Berliner Sammlung bzw. ins Ikonenmuseum Frankfurt fanden. Mit ihrem Fokus auf Provenienz und Erwerbung nimmt die Ausstellung diese Wege der Ikonen in den Blick, die sich visuell auch an ihren sonst meist verborgenen Rückseiten nachvollziehen lassen. So bezeugen die Ikonen religiöse Praxis in Form von Widmungen ebenso wie verzweigte Wege vom Ort der Fertigung, ihres Erwerbs, des Wechsels zwischen Depots und Ausstellungsorten. Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, diese besonders kostbaren sakralen Kunstwerke mitsamt ausgewählter Rückseiten noch einmal in Frankfurt zu sehen, ehe sie ihren nächsten Weg antreten: Ein Forschungsprojekt in Berlin soll Wissenslücken zu ihrer Geschichte schließen und Neues zu ihrem wirklichen Alter, verborgenen Malschichten, unbekannten Wegen von Herkunft, Erwerb, Besitz und Auslagerungen hervorbringen.

Kuratorin: Dr. Konstanze Runge

Pressemitteilung
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