24. Juli – 18. Oktober 2026

Serien eröffnen ein Spiel der Nuancen und Differenzen; der Redundanzen und Wiederholungen. Jede begonnene Serie lässt sich durch ähnliche Gegenstände erweitern. Gegenstände, die im Modus der Serialität erdacht, erzeugt, rezipiert oder konsumiert werden, verweisen stets auf verwandte Gegenstände der gleichen Serie. Doch was genau macht die Serie zur Serie? Welche Bedeutung hat Serialität für die Gestaltung unserer Alltagswelten und an welchen Stellen erlaubt die Serie individuelle Anpassungen. Die Ausstellung Im Modus der Serie. Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design möchte neue Zugänge zum Themenfeld der Serialität anbieten. Es werden serielle Strategien und Verfahren in den Blick genommen, um Potentiale wie auch Grenzen von Serialität aufzuzeigen.
Die Ausstellung bietet einen geschichtlichen Abriss zur Serialität, deren Potentiale sich im Maßstab der Stadt, des baulichen Objekts und der Baukomponenten entfalten konnten. Während 20 Fallstudien von Studierenden der RWTH Aachen University zu herausragenden Beispielen im Bauen anhand von Bildern, Plänen und Modellen dem Publikum zugänglich gemacht werden, zeigen sechs Studien von Studierenden der HfG Offenbach die Auseinandersetzung mit dem Thema im Bereich des Produkt-, Kommunikations- und Interieurdesigns. Sie erzählen über das Paradoxon der seriellen Handarbeit und die Möglichkeiten additiver Fertigung in der seriellen Rennradschuhproduktion, behandeln Referenzen im Interieurdesign und der Schriftgestaltung im Neuen Frankfurt der 1920er-Jahre oder lassen das von König Sejong 1443 entwickelte Hangul, das Schriftsystem der koreanischen Sprache, als generatives System verstehen. Besucher:innen können so einerseits Erfindungen, Produktinnovationen und Herstellungsverfahren kennenlernen, die in ihrer Gesamtschau technikgeschichtliche Entwicklungslinien nachvollziehbar machen, und andererseits aktuelle kritische Auseinandersetzungen im Bereich des Designs entdecken.
Die Ausstellung wird von Prof. Axel Sowa kuratiert, der von Florian Eschner und dem Team des Lehr- und Forschungsgebiets Architekturtheorie und Studierenden der RWTH Aachen University unterstützt wird. Sie entsteht in Kooperation mit Studierenden der HfG Offenbach unter Leitung von Prof. Matthias Wagner K. Prof. Norbert Hanenberg hat mit Studierenden der THW Gießen zur Entwicklung der Ausstellungsmöbel beigetragen.
Die Ausstellung wird gefördert von der Wüstenrot Stiftung, der Else Kröner Fresenius Stiftung, dem Informationszentrum Beton, der B&O Bau GmbH und der Pacarada Group. Partner sind das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, die THM Gießen, die RWTH Aachen University und die Frankfurter Stiftung urban future forum e.V.
Bitte beachten Sie, dass die Abbildungen nur in Verbindung mit einem Bericht zu der Ausstellung und bei vollständiger Nennung des Ausstellungstitels verwendet werden dürfen.