Veranstaltungen

Angewandte Talks zum Thema Design

6. April 2021; 20. April 2021; 1. Juni 2021; 7. September 2021

7. September 2021, 19 Uhr: Grit Weber mit Petra Eisele

Die Gespräche werden auf Instagram-Live ausgestrahlt.

Die seit Frühjahr 2020 bestehende Reihe Angewandte Talks legt in 2021 unter anderem ihren Schwerpunkt auf Dialoge zum Thema Design.

Dabei werden unterschiedliche Akteur:innen aus Theorie und Praxis zu Wort kommen und in einem Live-Interview ihr Wissen über den gesellschaftlichen Kontext von Design offenlegen. Eingeladen werden sie von Grit Weber, Kuratorin für Design, Kunst, Medien am Museum Angewandte Kunst, die für jedes Gespräch ein konkretes Designbeispiel auswählt, anhand dessen gemeinsam die vielfältigen und auch widersprüchlichen Aspekte von Gestaltung aufgerollt werden sollen. Die Angewandte Talks laufen live über Instagram, können durch Kommentare und Fragen seitens der Zuhörer:innen mitgestaltet werden.

Mit den Dialogen über Design bietet das Museum einen Einblick in jene informellen Wissensproduktionen, die durch das Sprechen über und den Austausch von Ideen, Beobachtungen oder Erfahrungen erst entstehen. Es soll die Aufmerksamkeit auf jene Abschnitte gelenkt werden, die noch vor der Konzeptlegung eines Ausstellungs- oder Forschungsvorhabens liegen und Teil aktueller Diskurse sind.

Die Angewandte Talks zum Thema Design werden nun fortgesetzt. Grit Weber lädt Klára Prešnajderová und Petra Eisele zum Gespräch ein.


7. September 2021, 19 Uhr

Grit Weber im Dialog mit Petra Eisele

Aktuell spielt Petra Eisele mit neuen Perspektiven: Wie könnte Designgeschichte neu gedacht werden, wenn Natur als wirkmächtige Konstante stärker in den Fokus gerückt würde? Ausgehend von aktuellen Trends richtet sich das Gespräch auf designhistorische Beispiele und -theoretische Diskurse, die zur Herausbildung einer Organic Modern beigetragen haben – einer Strömung, die ab den 1930er Jahren bis weit über die 1950er Jahre hinaus international stilprägenden war.


Gesprächspartnerinnen

Petra Eisele

Petra Eisele ist seit 2006 Professorin für Designgeschichte und Designtheorie an der Hochschule Mainz, Fachrichtung Kommunikationsdesign. Nach ihrer Promotion an der Berliner Universität der Künste über postmoderne Positionen im bundesdeutschen Design setzte sie sich in zahlreichen Forschungs- und Publikationsprojekten mit grundlegenden designhistorischen und -theoretischen Fragestellungen auseinander.

Klára Prešnajderová

Klára Prešnajderová ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Slowakischen Design Zentrum in Bratislava. 2019 erlangte sie den Doktortitel im Fachbereich Literaturwissenschaft zum internationalen Kontext von slowakischen avantgardistischen Zeitschriften. Sie absolvierte mehrere Studien- und Forschungsaufenthalte in Berlin, Hamburg und Wien und arbeitete 2017 bis 2019 als Projektassistentin im MAK – Museum für angewandte Kunst in Wien. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt bei der Kunstgewerbeschule in Bratislava (1928–1939) und der Neuen Typografie. Sie kuratierte u.a. die Ausstellung Keine Angst vor der Moderne! zum 90. Jubiläum der Kunstgewerbeschule in Bratislava und war Herausgeberin der Publikation Schule als Laboratorium des modernen Lebens. Zur Kunstschulreform in Zentraleuropa (1900–1945).

Grit Weber

Grit Weber ist nach dem Studium der Kunstgeschichte und Kulturanthropologie und langjähriger journalistischer Tätigkeit seit 2015 stellvertretende Direktorin und Kuratorin für Design, Kunst und Medien am Museum Angewandte Kunst.


Vergangene Talks

Grit Weber und Klára Prešnajderová am 1. Juni 2021

Dass mit dem Wohnungsbauprogramm der Stadt Frankfurt ab 1925 nicht nur neue Siedlungen entstanden, sondern auch eine Zeitschrift namens Das Neue Frankfurt herausgegeben wurde, ist allgemein bekannt. In diesem Gespräch soll es um Das Neue Bratislava gehen, eine Zeitschrift, die nur wenige Monate existierte: Wer waren die Macher:innen, wie waren sie vernetzt, welche Verbindungen gab es zwischen Bratislava und Frankfurt und waren die utopischen Ansätze in beiden Städten tatsächlich so ähnlich wie die Titel ihrer publizistischen Organe es vermuten lassen?

Grit Weber mit Judith Block am 20. April 2021

Welche Zukunftsbilder können in Designnarrativen entwickelt werden, die Einfluss auf die Gegenwart haben. Am Beispiel des Spekulativen Designs lassen sich positive und negative Bilder der Zukunft darstellen, aber ändern sie auch unseren Umgang mit Material und Ressourcen?

Grit Weber mit Thilo Schwer am 6. April 2021

Durch Substanzschwund und Non- oder Dysfunktionalität altern Objekte materiell. Aber gibt es auch ein immaterielles Altern und kann man dieses im Design einplanen? Am Beispiel des Geschäftsrechners Olivetti divisumma 18 aus der Designsammlung des Museums und den aktuellen Smart Home-Geräten Google Nest gehen wir der Produktsprache und der Obsoleszenz auf den Grund.