Ausstellung

Ingrid Godon. Ich wünschte Open House

27. Februar – 15. März 2020

Pressekonferenz: Mittwoch, 26. Februar 2020, 11 Uhr
Eröffnung: Mittwoch, 26. Februar 2020, 19 Uhr

© Ingrid Godon aus „Ich sollte“

In einer Zeit des rasanten technologischen Wandels, in einer Welt des fortschreitenden Populismus, der Irrungen und Wirrungen zwischen Lüge und Aufklärung sowie der Angst vor Kriegen und Klimakatastrophen hat das Potenzial, das im individuellen Wünschen liegt, umso größere Beachtung verdient. Denn die Veränderung von Missständen fängt nicht mit angeeignetem Wissen oder bestimmten Fähigkeiten an, sondern zu allererst mit dem Wunsch, etwas verändern zu wollen. Deshalb lädt das Museum Angewandte Kunst mit der Ausstellung Ingrid Godon. Ich wünschte in einen Möglichkeitsraum ein, der nicht nur das Potenzial birgt, über die eigenen Wünsche zu reflektieren, sondern mit seinen gestalteten Atmosphären als Raum für Prozesse, Ereignisse und Diskussionen zur Teilhabe animieren möchte.

Die ausgewählten Illustrationen der international renommierten Künstlerin Ingrid Godon dienen hier als Ausgangspunkt für diese Reflexion; sie zeigen sich mal überlebensgroß, mal winzig klein. Zusammen mit Texten des vielfach ausgezeichneten Lyrikers Toon Tellegen öffnen Godons Bilder von Gesichtern ernster Kinder, wehmütiger Männer und nachdenklicher Frauen eine Tür für unsere Imagination. Während der gesamten Laufzeit verwandelt die für die Ausstellung konzipierte Klanginstallation sound 48H silence von d.o.o.r (Oona Kastner und Dirk Raulf) die Architektur des Museums in einen Klangkörper. Sie mündet am letzten Wochenende in einer 48-stündigen Live-Performance mit namenhaften internationalen Musiker*innen.

Zwischen den Wandillustrationen und Originalen der belgischen Künstlerin lädt außerdem ein Angebot an Musik, Performances und Workshops Besucher*innen jeden Alters zum sinnlichen Erleben, Verweilen und Wandeln ein. Das Museum Angewandte Kunst präsentiert sich als ein lebendiges und pulsierendes, aber auch stilles und kontemplatives Open House: El Barrio bietet Konzerte, Livesets, ausgewählte Menüs, ein Popup-Kino und eine Barlandschaft. Die Create-Abteilung des Museums lädt zu Performances aus den Bereichen Tanz und Spoken-Word sowie Workshops u.a. von der Bildungsstätte Anne Frank e.V. ein.

Kurator von Ingrid Godon. Ich wünschte: Thomas Linden

Klanginstallation sound 48H silence und 48-stündige Live-Performance: d.o.o.r (Oona Kastner und Dirk Raulf)

Musik-, Performance- und Workshop-Programm: El Barrio (eine Kooperation von Amp, Emma Metzler, Jazz Montez e.V. und NONOT) und Create (Vermittlung, Museum Angewandte Kunst)


sound 48H silence
d.o.o.r (Oona Kastner und Dirk Raulf)
Klanginstallation während der gesamten Ausstellungslaufzeit und abschließend 48-stündige Live-Performance von Freitag, 13. März, 20 Uhr bis Sonntag, 15. März, 20 Uhr

Mit Tiziana Bertoncini (Wien), Violine; Sylvia Hallett (London), Singende Säge / Fahrradspeichen / Violine; Patrick Higgins (New York), E-Gitarre; Oona Kastner (Bielefeld), Gesang/Klavier/Elektronik; Okkyung Lee (New York), Cello; Thomas Lehn (Wien), Analoger Synthesizer; Lê Quan Ninh (Saint-Silvain-sous-Toulx), Perkussion; Kaffe Matthews (Berlin), Elektronik; Billy Roisz (Wien), Elektronik/E-Bass; SEC_ (Neapel), Tonbandmaschinen; Philip Zoubek (Köln), Präpariertes Klavier; Dirk Raulf (Köln), Bassklarinetten/Saxophon/Laptop

Konzerte, Livesets, Workshops und Kulinarik präsentiert von El Barrio
Ata (Frankfurt), Aziesch (Frankfurt), Ensemble Modern feat. Jan Bang (Frankfurt), Lena Willikens (Köln/Düsseldorf), Neue Grafik Ensemble (London), Ouri (Montreal), Sedef Adasi (Augsburg), Sofia Portanet (Berlin), Tama Sumo (Berlin), Tolouse Low Trax (Düsseldorf), Yacht (Los Angeles), und viele mehr.
Pop-Up-Bar u.a. mit Kinly Bar (Frankfurt) und Schumann‘s Bar (München) sowie El Barrio Gasthaus im Museum präsentiert von Restaurant Emma Metzler, u. a. mit Dennis Aukili.

Create, Vermittlung im Museum Angewandte Kunst
Spoken-Word Performance mit Team Scheller (Dalibor Markovic und Dominique Macri); opencreek Performance & Shownight; Tanz- und Performanceworkshop mit Elisabeth Schilling; Workshops von der Bildungsstätte Anne Frank e.V.

Das vollständige Programm und Preise finden Sie in Kürze.


Kalender

In einer Zeit des rasanten technologischen Wandels, in einer Welt des fortschreitenden Populismus, der Irrungen und Wirrungen zwischen Lüge und Aufklärung sowie der Angst vor Kriegen und Klimakatastrophen hat das Potenzial, das im individuellen Wünschen liegt, besondere Beachtung verdient. Denn die Veränderung von Missständen fängt nicht mit angeeignetem Wissen oder bestimmten Fähigkeiten an, sondern zu allererst mit dem Wunsch, etwas verändern zu wollen. Deshalb lädt das Museum Angewandte Kunst mit der Ausstellung Ingrid Godon. Ich wünschte in einen Möglichkeitsraum ein, der nicht nur das Potenzial birgt, über die eigenen Wünsche zu reflektieren, sondern mit den geschaffenen Atmosphären zur Diskussion und Teilhabe animieren möchte.

Die ausgewählten Illustrationen der international renommierten Künstlerin Ingrid Godon dienen als Ausgangspunkt für diese Reflexion; sie zeigen sich mal überlebensgroß, mal winzig klein. Zusammen mit Texten des vielfach ausgezeichneten Lyrikers Toon Tellegen öffnen Godons Bilder von Gesichtern ernster Kinder, wehmütiger Männer und nachdenklicher Frauen eine Tür für unsere Imagination. Zwischen den Wandillustrationen und Originalen der belgischen Künstlerin lädt außerdem ein Angebot an Musik, Performances und Workshops die Besucher*innen jeden Alters zum sinnlichen Erleben, Verweilen und Wandeln ein. Das gesamte Museum präsentiert sich als lebendiges und pulsierendes, aber auch stilles und kontemplatives Open House.

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YACHT (ein Akronym für “Young Americans Challenging High Technology”) sind Claire L. Evans, Jona Bechtolt und Rob Kieswetter. Für ihre neueste LP Chain Tripping erfand das Trio eine eigene Arbeitsmethode an der Schnittstelle von DIY und Hightech: Mit Hilfe neuronaler Netze generierten sie musikalische Rohdaten aus ihrer bisherigen Arbeit, die sie zu neuen Songs arrangierten, die sie dann einübten, aufführten und live aufnahmen. Anstatt sich auf ein einziges Werkzeug zu verlassen, brachten sie mehrere verschiedene KI-Prozesse zusammen: Textgenerierung (Char-RNN), Latenzrauminterpolation, Rohaudioerzeugung (SampleRNN) und einen “neuronalen Synthesizer” namens NSynth. Inspiriert wurden sie durch die lange Geschichte der generativen Komposition, von William S. Burroughs’ Cut-Up-Schrift bis hin zu David Bowies eigens entwickelter “Verbasizer”-Software aus den 90er Jahren.

Eintrittspreise finden Sie in Kürze auf der Museumswebsite.

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Als Antwort auf die Ausstellung Ingrid Godon. Ich wünschte bietet die international tätige Tänzerin und Choreografin Elisabeth Schilling einen Tanz- und Performance-Workshop im Museum Angewandte Kunst an. Kreative und körperliche Übungen führen in die grundlegenden Ansätze des zeitgenössischen Tanzes ein und laden die Teilnehmer*innen ein, ihre eigene individuelle und kreative Identität als Ausgangspunkt zu nutzen. Auf Wunsch kann eine öffentliche Aufführung der erarbeiteten Sequenzen in der Ausstellung organisiert werden. Eine Teilnahme daran ist freiwillig.

Workshop-Gebühr: 25 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung unter 069 212 38522 oder create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de

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