Kalender

Programm ab Juni

01. Juni - 31. Juli 2024

Going through emotions: Führung mit Schwerpunkt Kunstpsychologie zu RAY Echoes. Emotion

Durch das Medium der Fotografie, werden in der Ausstellung RAY ECHOES. Emotion die Herausforderungen und Spannungsfelder des menschlichen Miteinanders zum Gegenstand. Die Arbeiten sollen bewusst ein emotionales Echo auslösen, sodass Selbsterfahrung möglich ist. Angst, Wut, Trauer: Warum werden Gefühle häufig negativ gewertet? Haben diese einen Mehrwert? Wo lassen sich Emotionen im Körper erspüren?

Die eigene Selbstwahrnehmung steht im Fokus dieser Führung. Gehen Sie mit uns auf eine emotionale Reise und in den Dialog. Die Führung wird von dem Therapeuten Dr. Michael Laier (Praxis für Yogatherapie, Frankfurt) begleitet. Den Abschluss bildet eine angeleitete Achtsamkeitsübung, Sitzmöglichkeiten sind vorhanden.

Ohne Anmeldung (Teilnehmendenzahl begrenzt). Im Eintrittspreis inbegriffen.

Die Künstlerin Victoria Keddie präsentiert eine Live-Performance, in der sie die auditiven und rhythmischen Nuancen des phonetischen Ausdrucks durch eine Verschmelzung von Stimmen, synthetischen Klängen und maßgeschneiderter Lernsoftware erforscht. Diese Performance findet zeitgleich mit ihrer skulpturalen Klanginstallation Pshal P’shaw statt, die Teil der Ausstellung CONTACT ZONES – Pamela Breda, Victoria Keddie, Sajan Mani ist.

Das Projekt entstand während Keddies Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik im Jahr 2023. Inspiriert von den maßstabslosen architektonischen Grundrissen Hermann Finsterlins, erforscht das Werk die Nuancen des phonetischen Ausdrucks durch eine Verschmelzung von Text, Ton, Video und Daten. Während ihrer Zeit am MPIEA entwickelte Keddie ein phonetisches Skript und führte Aufnahmesitzungen mit 28 verschiedenen Teilnehmer:innen durch, um die Auswirkungen der phonetischen Anpassung auf die mündliche Kommunikation innerhalb der Klanglandschaft eines zeitgenössischen westlichen US-Dialekts zu untersuchen. Sie begann mit der Konzeption einer neuronalen Maschine, die in der Lage ist, die adaptive Natur von Sprachmustern als Reaktion auf ungewohnte dialektale Nuancen zu untersuchen. Dieses tiefe Eintauchen in die Feinheiten der menschlichen Kommunikation wirft ein Licht auf die inhärente Neigung zur phonetischen Nachahmung als Mittel zur Überbrückung sprachlicher Unterschiede.

Bei dieser Veranstaltung wird eine Vinyl der Klang-Arrangements zum Anhören zur Verfügung stehen. Das Album wird im Herbst 2024 offiziell bei dem Label raster media veröffentlicht.

Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Die Ausstellung „Im Garten der Zufriedenheit“ stellt Chinesische Malerei aus sechs Jahrhunderten vor, Landschaften, Blumen & Vögel-Bilder, Porträts, Kalligraphie, oder auch, im 20. Jahrhundert, abstrakte Kompositionen. Was unterscheidet diese Werke von der westlichen Kunst? Wie „konservativ“ ist diese Malerei? Was ist Literatenkunst im Unterschied zu Auftragsmalerei? Was ist ein Original, was eine Kopie, eine Adaption, was eine Fälschung? Was verändert sich im 20./21. Jahrhundert? Ist z.B. Chou Chung-Cheng, die als junge Frau nach Paris ging, an der Sorbonne promovierte und in den 1950er Jahren bei Alfred Mahlau und Willi Baumeister Kunst studierte, wirklich eine chinesische Künstlerin? Über Fragen wie diese wird es in dem Expert:innengespräch gehen.

Im Gespräch:
Dr. Shao-Lan Hertel/Direktorin, Museum für Ostasiatische Kunst Köln
Gerald Holzwarth, M.A., freier Wissenschaftler und Experte für Chinesische Malerei, Autor der Katalogeinträge zur laufenden Ausstellung
Dr. des. Feng Schöneweiß/ Postdoctoral Fellow, 4A_Lab, Kunsthistorisches Institut in Florenz – Max-Planck-Institut; and Postdoctoral Fellow, Ostasienabteilung, Staatsbibliothek zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Moderation:
Dr. Stephan von der Schulenburg/Museum Angewandte Kunst, Leiter der Asiatischen Sammlung

Die Veranstaltung findet in der Villa Metzler statt.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Kalligraphie heißt auf Chinesisch „Shu Fa” und bezeichnet die Regel und Methode des Schreibens. Mit dem Greifen zu Pinsel, Tusche und Reispapier gibt es in diesem Workshop einen Überblick über die chinesische Sprache und Schriftzeichen. Chunqing Huang, wurde 1974 eboren und kam nach ihrem Studium an der Zentralen Akademie der Bildenden Künste (CAFA) in Peking (1994–1998) im Jahr 2000 aus China nach Deutschland. An der Städelschule studierte sie dann bei Wolfgang Tillmans, Peter Angermann und war Meisterschülerin bei Hermann Nitsch.

20 Euro/ 16 Euro ermäßigt.
Dauer: 2 Stunden
Mit Anmeldung unter create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de oder 069 212 38522.

TALKING OBJECTS ARCHIVE ist eine digitale Plattform für dekoloniale Wissensproduktion, die im Dezember 2024 an den Start gehen wird. Im Zuge der Entwicklung des digitalen Archivs werden Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und andere Expert:innen zu drei Think Tanks eingeladen, die in Dakar (Mai 2023), in Frankfurt (Juli 2024) und in Nairobi (November 2024) stattfinden. Der Think Tank in Frankfurt beschäftigt sich mit den Kosmologien von Objekten und untersucht deren Materialität, spirituelle Bedeutungen und ihre Beziehungen zu Aspekten von Gender. Künstler:innen und Wissenschaftler:innen aus dem Senegal, Kenia und Deutschland sind eingeladen, das in den Objekten gespeicherte Wissen sichtbar zu machen.

Der Frankfurter Think Tank startet mit einem performativen Gespräch mit Objekten aus der Sammlung des Museum Angewandte Kunst, moderiert von Aisha Camara (Moderatorin, Frankfurt). Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Disziplinen sowie die Öffentlichkeit sind eingeladen, ihre Erfahrungen mit einem Objekt zu teilen. Es entsteht ein polyperspektivischer Blick auf und ein interaktives Gespräch mit dem Objekt.

Die Veranstaltung findet in Englischer Sprache statt.

Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

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TALKING OBJECTS ARCHIVE ist eine digitale Plattform für dekoloniale Wissensproduktion, die im Dezember 2024 an den Start gehen wird. Im Zuge der Entwicklung des digitalen Archivs werden Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und andere Expert:innen zu drei Think Tanks eingeladen, die in Dakar (Mai 2023), in Frankfurt (Juli 2024) und in Nairobi (November 2024) stattfinden. Der Think Tank in Frankfurt beschäftigt sich mit den Kosmologien von Objekten und untersucht deren Materialität, spirituelle Bedeutungen und ihre Beziehungen zu Aspekten von Gender. Künstler:innen und Wissenschaftler:innen aus dem Senegal, Kenia und Deutschland sind eingeladen, das in den Objekten gespeicherte Wissen sichtbar zu machen.

Was können uns Objekte über Geschlechterrollen sagen? Können Objekte ihre Spiritualität verlieren oder können andere Objekte ihren Platz einnehmen? Und wie verhält sich Materialität im digitalen Raum?

15 Uhr: Begrüßung von Isabel Raabe und Mahret Ifeoma Kupka und im Anschluss Filmvorführung Becoming Kaspale von Syowia Kyambi

15.30 Uhr: Gespräche zu Materialität mit Mutanu Kyany’a (Wissenschaftlerin, Nairobi) und Adam Yawe (Künstler, Nairobi), moderiert von Isabel Raabe

Gespräche zu Spiritualität mit Abdourahmane Seck (Wissenschaftler, Saint Louis) und Eleonore Wiedenroth-Coulibaly (Wissenschaftlerin und Aktivistin, Frankfurt), moderiert von Malick Ndiaye (Kurator, Dakar)

Gespräche zu gendered objects with Muthoni Mwangi (Wissenschaftlerin, Nairobi) und Elise Fitte-Duval (Künstlerin, Dakar), moderiert von Mahret Ifeoma Kupka

17 Uhr: Muuga? Grief is a portal; bring your heart, I’ll bring the water, Lyriklesung mit Karwitha Kirimi (Künstler:in, Nairobi)

Die Veranstaltung findet in Englischer Sprache statt.

Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

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Öffentliche Führung zu den Highlights der Sammlung.

Ohne Anmeldung. Führung im Eintrittspreis enthalten.