Museum

Gekauft. Gesammelt. Geraubt? Vom Weg der Dinge ins Museum

Unter dem Titel „Gekauft. Gesammelt. Geraubt?“ haben sich vier Frankfurter Museen zusammengetan, um den „Weg der Dinge ins Museum“ in je vier Ausstellungen nachzuvollziehen.

Dabei eröffnen die Häuser sehr unterschiedliche Perspektiven auf das Thema: Das Jüdische Museum erzählt aus der Perspektive der Verfolgten die Geschichte der judenfeindlichen Ausplünderung. Das Weltkulturen Museum legt sein Augenmerk nicht nur auf die Zeit des Nationalsozialismus, sondern auch auf die koloniale Vorgeschichte seiner Sammlung. Das Historische Museum zeigt die vom Fritz Bauer Institut und dem Hessischen Rundfunk konzipierte Ausstellung „Legalisierter Raub – Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen“. Darüber hinaus stellt das Stadtlabor des Museums die Frage nach Raubgut in Frankfurter Privatbesitz. Und schließlich zeigt das Museum Angewandte Kunst in seiner Ausstellung Geraubt. Gesammelt. Getäuscht., wie durch Provenienzforschung die Unterschlagung von zehn Silberobjekten aus der Sammlung Pinkus/Ehrlich aufgedeckt werden konnte.

Die nun in Deutsch und Englisch erschienene Dokumentation führt in Wort und Bild in die spezifischen Details der Auseinandersetzung und zeigt Perspektiven im Umgang mit belasteten Sammlungsobjekten.

Gekauft. Gesammelt. Geraubt?
Vom Weg der Dinge ins Museum
Henrich Edition, 90 Seiten
ISBN: 978-3-96320-024-3
Preis im Museum: 9,95 Euro

Mehr zur Provenienzforschung


Ein Kooperationsprojekt von

Gefördert durch die Stadt Frankfurt

Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main